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Gartenhallenbad: An allen Seiten wird „gebuddelt“

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Bauarbeiten am Gartenhallenbad: Die Mitarbeiter von Sigi Müller sind vor Ort.
Bauarbeiten am Gartenhallenbad: Die Mitarbeiter von Sigi Müller sind vor Ort. © sanna

Ingenieur Holger Selve vergleicht das alte Heizsystem im Gartenhallenbad mit den Thermen der Römer. Und so geht es jetzt an die Dämmung.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es geht gut voran am Gartenhallenbad. An allen Seiten wird gearbeitet, die Mitarbeiter von Sigi Müller sind vor Ort. Aktuell geht es um Kontrolle und Verbesserung der Abdichtung. Auf der Rückseite des Bades – zur Gartenseite – , auf der reichlich Erdreich aufgetürmt ist, hat bislang nur eine Sondierung stattgefunden, „weil keiner richtig wusste, was unter der Erde los ist. Da haben wir das Gebäude freigelegt“, sagt Ingenieur Holger Selve.

Ohne Probleme ins Bad

Jetzt werde man aufgrund der milden Temperaturen vorne am Eingangsbereich anfangen, denn bei Frost würde das Pflaster gefrieren, und das könne man dann nicht mehr aufnehmen. Gefrorenes Pflaster auf gefrorenem Boden kann man nicht ausschachten, ohne erheblichen Schaden anzurichten. Die Schwimmer könnten aber weiterhin ohne Probleme ins Bad kommen. Gut erkennen kann man die Arbeiten auf der Längsseite des Bades an der Straße. Dort gibt es einen Kriechkeller, der etwa 1,80 Meter tief ist und der bis um die Ecke rum zur Bürgergarage führt. Dem schließt sich ein Schwimmbadkeller an. Im Kriechkeller sind schwarze, nicht isolierte Stahlrohre unter der Stahlbetondecke verlegt, und in denen fließt das Heizungswasser. Das wiederum heizt den Kriechkeller auf und die Wärme, die dann nach oben durch die Betondecke geht, ist die Fußbodenheizung. „Das müssen wir so lassen, das können wir nicht ändern, aber es ist völlig klar, dass diese Art zu heizen aus einer Zeit stammt, wo Energie nichts kostete. Unter heutigen Gesichtspunkten ist es indiskutabel. Wir dämmen nun die Kelleraußenwände, sodass die Wärme nicht verloren geht“, so Holger Selve.

Schnee weggeschmolzen

Übrigens: Ein Nebeneffekt, dass das Bad nicht vernünftig isoliert war, ist, dass entlang der Fassade niemand hat jemals Schnee schieben müssen. Der Schnee wurde einfach weggeheizt. Holger Selve vergleicht das System, das im Nachrodter Hallenbad verbaut wurde, mit dem System, mit denen die Römer einst ihre Thermen beheizt haben. Unter den Bodenplatten hatten diese allerdings damals Bedienstete, die dort Feuer gemacht hatten. Durch den heißen Rauch wurden die Thermen beheizt. An allen aktuellen Baustellen des Bades ist das Ziel der Arbeiten eine Dämmungsverbesserung.

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