Gänsehautmomente bei der Hubertusmesse

250 bis 300 Besucher kamen zur Hubertusmesse.  

Nachrodt-Wiblingwerde - Es war definitiv ein Gänsehautmoment, als Jagdhornbläser „Großer Gott wir loben Dich“ anstimmten und die rund 250 Gottesdienstbesucher einstimmten. Die Hubertusmesse des Hegerings Altena am Samstagabend war ein voller Erfolg.

Organisiert wurde sie vom Jagdhornbläsercorps Sauerland des Hegerings Altena. Schon früh am Morgen begannen die Aufräumarbeiten – schließlich sollte in der eher schmucklosen Reithalle der Familie Cordt-Humpert in Wörden ein würdiger Rahmen für eine Messe entstehen. So wurden im ganzen Höhendorf Weihnachtsbaumständer gesammelt – denn für das richtige Ambiente durften Bäume natürlich nicht fehlen. Knapp 30 Tannen wurden in der Halle verteilt. Alles unter den Augen von Berit Dresel. Der Cheforganisatorin war die Liebe zum Detail besonders wichtig. Und so wurden mit Treckern und Anhängern jede Menge große und kleine Dekoartikel angekarrt. Ein großer Kipper lieferte beispielsweise riesige Strohballen. Daraus sollte der Altar entstehen, schließlich sollte Pastor Frank Niemeier auch einen besonderen Platz bekommen. Wer aber jetzt denkt, dass die Ballen einfach nur zu einem Tisch gestapelt wurden, der irrt. Mit Kürbissen, Mais und allen möglichen anderen Dekoartikeln wurde der Tisch aus Stroh zu einem festlichen Altar verwandelt. Für das I-Tüpfelchen sorgte Karl-Heinz Tacke. Er brachte ausgestopfte Wildtiere mit. So spielten unter den Tannen Hasen und Füchse, und ein Dachs war auf der Jagd. Überall gab es etwas zu entdecken. Sogar hoch oben. Dort thronte eine Eule auf einem Ast.

Anstelle von Kirchenbänken wurden Bierzeltgarnituren aufgestellt. Mit kleinen Gestecken und erleuchtet von Kerzen wurde eine warme Behaglichkeit in die Reithalle gezaubert.

Und dann kamen auch schon die ersten Gäste. Und es sollten viele werden. Nach und nach füllte sich die Halle. Jäger, Reiter, Jagdinteressierte – aber auch viele Nachrodt-Wiblingwerder – kamen zum Gottesdienst. Am Ende werden es wohl 250 bis 300 Besucher gewesen sein.

Klar, dass es in der Hubertusmesse, die das Gebet der Jäger ist, um die Natur ging. Pastor Frank Niemeier appellierte an die Anwesenden, die Schönheit der Natur auszukosten und zu schützen. Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron aller Waidmänner. Zu einer klassischen Hubertusmesse gehören auch die Bläser. Chöre und Fanfaren erklangen traditionell vierstimmig und sorgten für eine besonders festliche Stimmung.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es keinesfalls nach Hause. Beschwingt ging es zum geselligen Teil. Bei Bratwurst, Glühwein und Punsch ließen die Besucher den Abend gemeinsam ausklingen. Die Bläser zeigten derweil, was sie noch alles im Repertoire haben: Schlager, Volksmusik und Pop – von Jagdfanfaren bis Highland Cathedral – das kam bei den Gästen gut an und sie dankten mit kräftigem Applaus. Wer wollte, konnte sich auch die Greifvögel anschauen, die extra aus Herscheid gebracht wurden. Ein Adlerbussard, ein Wüstenbussard, ein Steinkauz und ein Uhu durften in der Messe schließlich nicht fehlen. Ebenso wie die Jagdhunde. Der Erlös aus dem Gottesdienst wird übrigens dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst Lüdenscheid Olpe (Palo) gespendet.

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