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Für mehr Nachhaltigkeit: Umweltberater bei den Landfrauen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Endlich: Die Landfrauen freuten sich nach zweijähriger Pause über ein Treffen in der schönen Aussicht. Zu Gast war Bernhard Oberle (rechts) von der Verbraucherzentrale.
Endlich: Die Landfrauen freuten sich nach zweijähriger Pause über ein Treffen in der schönen Aussicht. Zu Gast war Bernhard Oberle (rechts) von der Verbraucherzentrale. © Fischer-Bolz, Susanne

Heute Lust auf ein Essen von der Bude? Currywurst, Pommes? Unwahrscheinlich, dass man mit einem Tuppertopf zum Imbiss geht. Besser wäre es allerdings. Die Umweltberatung in Iserlohn hat sich umgeschaut, wer Essen in Mehrweg anbietet und ist in der Waldstadt bei mehreren Betrieben fündig geworden.

Nachrodt-Wiblingwerde – Jetzt muss es sich noch herumsprechen und Schule machen. Vielleicht in Nachrodt-Wiblingwerde? Die Landfrauen kennen sich nun aus mit den riesigen Abfallbergen von Verpackungen und können auch die Frage „Plastik, was gibt es heute zu Essen?“ beantworten.

Nach langer coronabedingter Pause freuten sich die Landfrauen, endlich wieder miteinander zu sein. Bei Winkhaus gab es Waffeln mit Eis oder ohne, mit Sahne oder Puderzucker, bevor Bernhard Oberle, Umweltberater bei der Verbraucherzentrale, mit interessanten Informationen begeisterte. „Mikroplastik gibt es selbst im Bier und Honig“, berichtete Bernhard Oberle. Für Mikroplastik gibt es keine offizielle Definition. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind Plastikpartikel gemeint, die kleiner als fünf Millimeter und größer als ein Mikrometer (entspricht 1/1000 Millimeter) sind. Die Teilchen entstehen unter anderem beim Abrieb von Reifen oder Schuhsohlen, beim Verschleiß größerer Plastikteile oder beim Waschen synthetischer Textilien. Auch Mikroplastikpartikel in Kosmetika enden als Mikroplastik in der Umwelt. Plastiktüten und andere Kunststoffprodukte gelten als Makroplastik.

Für mehr Nachhaltigkeit: Umweltberater bei den Landfrauen

Neue Verordnungen sollen zumindest Abhilfe von großem Plastikmüll in der Umwelt schaffen: Einwegplastikprodukte wie Besteck, Teller, Trinkhalme oder Wattestäbchen sind verboten und längst ist es für viele Menschen selbstverständlich geworden, den eigenen Trinkbecher mitzunehmen und auffüllen zu lassen. „Und je mehr Nachfrage es zum Beispiel für Essen zum Mitnehmen ohne Müll gibt, je mehr wird es zur Selbstverständlichkeit“, sagt Bernhard Oberle. Auch für ihn war es eine Freude, endlich mal wieder eine Veranstaltung „in Präsenz“ zu besuchen. Die Online-Angebote seien nicht so gut gelaufen und in den Schulen habe man aufgrund von Corona zwei Jahrgänge schlicht verpasst.

Nicht verpassen sollten die Landfrauen den nächsten Vortrag. Dr. Marc Niemtschke ist am 28. April zu Gast. Dann geht es um das Erkennen von lebensbedrohlichen Situationen. „Wir freuen uns auch immer über neue Gesichter“, sagt Sabine Pühl.

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