Führungsstab probt für Unwetterkatastrophe

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Am Samstag wurde im Gerätehaus Nachrodt am Holensiepen der so genannte Meldekopf der Feuerwehr zu einer Übung einberufen. Während der Übung simulierte die Feuerwehr ein Unwetter mit Schnee auf den Höhenlagen und starkem Regen im Tal. Der Meldekopf musste reagieren und die fiktiven Einsätze wie Schneebruch, Hochwasser oder Kaminbrände koordinieren.

In der Übung kam auch der Straßenverkehr zum Erliegen. Busse konnten Schüler nicht mehr aus den Schulen nach Hause fahren, durch herabfallende Äste wurden Gastanks von Heizungsanlagen beschädigt, Straßen wurden durch umstürzende Bäume blockiert und Wohnhäuser durch die starken Regenfälle überflutet. Im Minutentakt trafen die Meldungen über Fax und Funk bei den Feuerwehrmännern ein. Alle Einsätze mussten genau dokumentiert werden.

Über vier Stunden dauerte die Übung, die durch Führungskräfte der Feuerwehr taktisch bearbeitet und per Sprechfunk an die einzelnen Fahrzeuge weitergeleitet werden musste. Die Rückmeldungen wurden dabei fiktiv durch die Übungsleitung eingespielt, was die Übung damit so realistisch wie möglich machte. Die Feuerwehr geht davon aus, dass in den kommenden Jahren die Anzahl starker Unwetter in der Gemeinde weiter ansteigen wird. Durch Simulationen wie diese bereiten sich die Einsatzkräfte auf den Ernstfall vor.

Der Meldekopf der Feuerwehr bildet die eigenständige Einsatzleitung für das Gemeindegebiet, das bei großen Schadenslagen zum Einsatz kommt. Wir ein bestimmtes Einsatzaufkommen überschritten, werden die 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde von diesem Stab geführt.

Das war in der Vergangenheit unter anderem bei Kyrill oder dem Schneesturm Xynthia der Fall. Überschreiten die Einsätze der einzelnen Feuerwehren im Märkischen Kreis die Kapazität der Feuerwehrleitstelle in Lüdenscheid, müssen alle Einsätze von den Feuerwehren eigenständig koordiniert werden.

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