Die Trauer in Nachrodt-Wiblingwerde ist groß

Früherer Bürgermeister Rudi Draheim plötzlich verstorben

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Der frühere Bürgermeister Rudi Draheim ist überraschend gestorben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Trauer ist groß in der Doppelgemeinde: Rudi Draheim ist tot. Plötzlich und unerwartet starb der frühere Bürgermeister am Wochenende im Alter von 78 Jahren.

Rudi Draheim hinterlässt zwei Töchter, zwei Schwiegersöhne und vier Enkelkinder. Es ist die Schreckensnachricht zu Beginn der Woche. Denn Rudi Draheim war ein Mann, der die Geschicke der Doppelgemeinde mitgestaltet hat – als Sozialdemokrat, langjähriges Ratsmitglied und als ein Mann klarer Worte. Rudi Draheim redete wirklich nicht gern um den heißen Brei herum. 

Auch nicht bei seinen Genossen, denen er ordentlich den Kopf wusch, als im vergangenen Jahr viele Querelen den Ortsverein fast zerstörten. Bis zuletzt war er mit seiner SPD eng verbunden, arbeitete im Vorstand als Beisitzer mit. 

Willy Brandt brachte ihn zur SPD

Am 1. Januar 1973 trat Rudi Draheim in die SPD ein. „Das war die Zeit, als die SPD mehr in den Vordergrund trat, wegen der Regierungsbeteiligung von 1966 bis 1969 in der Großen Koalition. Es kam Willy Brandt, für mich einer der Hauptgründe, in die Partei einzutreten“, erzählte er im AK-Interview vor fast genau einem Jahr. 

Von 1984 bis 1989 war Rudi Draheim Bürgermeister von Nachrodt-Wiblingwerde, als Doppelspitze mit Gemeindedirektor Herbert Grote. „Ich war froh, dass er da war. Er war der Wichtigste, der in der Gemeinde rumlief“, erzählte Rudi Draheim. 

Schwere Krankheiten

Das furchtbarste Erlebnis war für ihn der Tod von Wilhelm Mestekämper und seine erste öffentliche Trauerrede in der Lennehalle. Das schönste war der Gewinn der Goldmedaille für Wiblingwerde im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden.“ Vor fünf Jahren musste sich Rudi Draheim aufgrund eines Bauch-Aneurysmas einer OP in Münster unterziehen. Es folgten regelmäßige Kontrollen. Am 11. Oktober wurde er am Zwölffingerdarm operiert, bekam eine Lungenentzündung. Er erholte sich wieder, musste aber erneut operiert werden. 

Auf eigenen Wunsch wurde er am Wochenende aus dem Krankenhaus entlassen. Doch niemand konnte damit rechnen, dass sein Herz einfach aufhören würde zu schlagen. Die Beerdigung von Rudi Draheim ist am Freitag, 6. Dezember, ab 14 Uhr in der evangelischen Kirche Nachrodt. Dann kann sich die Gemeinde an der Urne verabschieden.

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