Fritz Eckenga am 22. April in der Rastatt

Nehmen Sie das bitte persönlich

Fritz Eckenga kommt mit seinem neuesten Programm „Nehmen Sie das bitte persönlich“ nach Nachrodt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Kartenvorverkauf startet: Für alle Freunde des Kabaretts dürfte der Auftritt von Fritz Eckenga in Nachrodt ein Höhepunkt des Jahres sein. Am Sonntag, 22. April, gibt er sich als „alter Bekannter“ mal wieder in der Doppelgemeinde die Ehre und stellt sein nagelneues Programm „Nehmen Sie das bitte persönlich“ in der Rastatt vor.

Beginn ist am Sonntag um 18 Uhr, Einlass ist um 17 Uhr. 150 Karten kann der Kulturschock als Veranstalter an den Mann und an die Frau bringen.

„Der Geltungswahn, den Eckenga in seinem neuen Programm so gerne thematisiert, (ist) nur eine Fassade, ein Vorwand für ein grandioses Meta-Kabarett, in dem (er) die Mechanismen seiner Kunst mal ernsthaft und mal augenzwinkernd hinterfragt”, schreibt der General-Anzeiger über „Nehmen Sie das bitte persönlich.“

Fritz Eckenga selbst gestattet sich ein paar persönliche Worte und einen kleinen Vorgeschmack: „Sollten Sie sich dazu entscheiden, mich einen Abend lang zu besichtigen, werde ich alles dafür tun, dass Sie mein Wohlfühlangebot entspannt genießen können. Wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit ist es nämlich, den Eindruck zu vermeiden, dass sie wie Arbeit aussieht. Nichts soll darauf hindeuten, dass sie das Ergebnis monatelanger Recherche in den Untiefen der von Aasgeruch durchwehten Mülldeponien des Aktualitäten produzierenden Gewerbes ist. Mir täte es doch am meisten weh, wenn Zuschauer von einer Pointe getroffen würden, der die monatelange Plackerei ihres Schöpfers im Gulag des Wortsteinbruches noch anhaftete.

Nachdem das Publikum es sich in den ergonomisch geformten Sitzmöbeln vor meiner Bühne gemütlich gemacht hat, wenn die Türen des für ein kleines bisschen Kleinkunst umbauten Raumes geschlossen sind, sobald das Licht auf der Bühne erstrahlt, wird ihm ein Künstler gegenübertreten, dem nichts mehr am Herzen liegt, als seine Kundschaft zu verwöhnen. Ich weiß doch, in welch vorgeschädigtem Zustand meine Klienten bei mir angeliefert werden. Wenn ich vor ihnen auftauche, sind sie doch bereits so fassvoll mit erlebter und eingebildeter Wirklichkeit, dass ich nicht der Tropfen sein möchte, der sie zum Überlaufen bringt. Ihr Auftrag ist mir Befehl: Los, Kasper, unterhalte mich! Und sei gefälligst originell! Mein Tag war kacke genug! Ja und? Meinen Sie vielleicht, meiner war besser? Vergessen Sie’s. Soll ich Ihnen mal erzählen, was mir seit gefühlten drei Epochen so an Zumutungen, Widerwärtigkeiten und ungefilterter Idiotie in Gestalt sogenannter Mitmenschen unverlangt ins Dasein gereicht wurde? Ja? Soll ich das mal tun? Gut. Dann mach’ ich das. Auf meine Weise. Könnte Ihnen hier und da komisch vorkommen. Woran mir übrigens sehr gelegen wäre.“

Fritz Eckenga begann als Gründungsmitglied des „Rocktheater Nachtschicht“ damit, jede auch nur entfernt nach Bühne aussehende Holzkiste zu betreten und darauf einem zunächst sehr übersichtlichen Publikum Sketche, Theater, Kabarett und Musik vorzuführen. Ab Anfang der 1980er-Jahre entwickelte sich die Gruppe Nachtschicht (später N8chtschicht) schnell vom lokalen Geheimtipp zum regional erfolgreichen Tourneetheater. Fritz Eckenga übernahm immer mehr die Textarbeit und wurde Hauptautor der Gruppe. Parallel zur Ensemble-Arbeit begann Fritz Eckenga Mitte der 1990er-Jahre mit Solo-Projekten.

Karten gibt es im Vorverkauf für 18 Euro plus Gebühren bei Edeka Kantimm, Post Schmalenbach, in der Bäckerei Friedrich in Wiblingwerde, bei Katerlöh in Altena und in der kleinen Buchhandlung in Letmathe. Sollte es noch Karten an der Abendkasse geben, kosten diese 22 Euro.

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