Freund nimmt Drogenbesitz auf sich

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Mit einem Freispruch endete am Dienstag die Gerichtsverhandlung für einen 48-jährigen Nachrodter, der sich wegen Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Altenaer Amtsgericht verantworten musste. „Der Zeuge hat es auf sich genommen“, sagte Richter Dirk Reckschmidt nach seiner Urteilsverkündung. „Dagegen kommen wir hier nicht an.“

Dringend ermahnte der Richter den Nachrodter: „Lassen Sie das sein. Machen Sie einen knallharten Entzug, sonst liegen Sie bald in ihrer Wohnung.“

Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung hatten Polizeibeamte in der Wohnung des Beschuldigten 12,7 Gramm Haschisch und 2,2 Gramm Marihuana sicher gestellt. „Das gehörte meinem Kollegen, der bei mir geschlafen hat“, erklärte der 48-Jährige. Er habe für ein paar Tage bei ihm übernachtet. Diese Version bestätigte der Zeuge. „Es war mein Heroin“, sagte er. Auf den Hinweis, dass aber nur Haschisch und Marihuana gefunden worden sei, erklärte der 49-Jährige, dass er an den Abenden „ziemlich breit“ gewesen sei und nicht mehr so genau wisse, was er konsumiert habe. Auch nach wiederholtem Hinweis des Richters, mit dieser Aussage ein Strafverfahren auf sich zu nehmen, blieb der 49-jährige Freund des Angeklagten bei seiner Aussage. „Das ist korrekt, das Marihuana war auch meins.“

Ein Polizeibeamter berichtete, dass die Wohnung des Angeklagten nicht zum ersten Mal auf Drogen durchsucht worden sei. Das Marihuana fanden die Beamten in einer Zigarettenschachtel, die in einer Jackentasche an der Garderobe steckte. Das Haschisch entdeckte ein Drogenspürhund in einem Wohnzimmerschrank. ▪ sr

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