Englischkenntnisse aus erster Hand

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Alexander Peter Carnochan ist Fremdsprachenkorrespondent. An der Sekundarschule unterrichtet der Engländer Schüler in seiner Muttersprache.

Nachrodt-Wiblingwerde - Fremdsprachenkenntnisse sind in der globalisierten Welt zunehmend wichtig. Die Schüler lernen schon in der Grundschule Englisch und in der weiterführenden Schule hat ein fachlich guter Englischunterricht hohe Priorität.

Auch die Sekundarschule legt großen Wert auf einen vielseitigen Englischunterricht. Sie hat sich bei dem Schulministerium in Düsseldorf um einen Fremdsprachenassistenten aus England beworben und hatte Erfolg. Seit zwei Wochen sprechen die Sekundarschüler nun mit Alexander Peter Carnochan aus London Englisch.

Der 22-jährige Student von der Durham University verbringt sein Auslandsjahr in Altena und unterrichtet seit zwei Wochen in der Sekundarschule. Oliver Held, stellvertretender Schulleiter, sieht bereits Erfolge: „Die Schüler sind mit Begeisterung dabei und kriegen einen Motivationsschub, wenn sie merken, dass Englisch im Alltag hilfreich sein kann und nicht nur ein Schulfach ist.“

Betreut wird der Engländer von Daniel Stork, wie Held Englischlehrer an der Schule. Ob Carnochan später auch einmal Lehrer werden will, weiß er noch nicht. Eines ist ihm jedoch bewusst: „Die Zusammenarbeit mit den Kinder macht total Spaß und ihr Interesse an der englischen Kultur und Sprache möchte ich nutzen.“

Die Schule bietet auch eine englische Theater-AG an. Die Teilnehmer werden ein Stück vor Publikum vorführen und Carnochan hat den Kindern schon ein Lied beigebracht: „The man that can’t be moved“. Das Ergebnis war „atemberaubend“, sagt er und strahlt. Der 22-Jährige fügt hinzu: „Insgesamt finden die Kinder einen immer besseren Zugang zur Sprache. Auch im Alltag, im Supermarkt zum Beispiel, haben mich zwei Schülerinnen schon auf Englisch angesprochen. Das ist für mich ein großes Erfolgserlebnis.“

Die örtlichen Gegebenheiten begünstigen die Arbeit sehr für Carnochan. Er wollte nicht in eine große Stadt, weil er findet, dass man die deutsche Kultur und Menschen besser auf dem Land kennen lernen kann. Selbst lebt er zwar in London doch er sieht sich nicht als Großstadtmensch.

An der Durham University studiert Carnochan Linguistik und ihn interessiert sehr, wie die Sprache auf die Kultur wirkt. Das ist ein Thema, mit dem er sich in der Zukunft gerne befassen möchte. Doch nun freue er sich erst einmal auf die neun Monate, die er an der Sekundarschule verbringt. - Tobias Kircher

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