Feuerwehr ist an fast jedem dritten Tag im Einsatz

Bei Gemeindebrandinspektor Michael Kling laufen alle Drähte zusammen. Im Ehrenamt führt er die Freiwillige Feuerwehr der Doppelgemeinde. Foto: Bröer

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Immer, wenn es um den Schutz von Menschenleben oder Sachwerten geht, wenn es brennt, sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet hat oder schwere Unwetter hereinbrechen, gibt es eine Notruf-Nummer, die man wählen sollte: 112, die Rufnummer der Feuerwehr. Doch welche Menschen stecken dahinter? Wir blicken in einer Serie hinter die Kulissen.

In Nachrodt-Wiblingwerde verfügt die Freiwillige Feuerwehr über 72 Feuerwehrmänner und drei -frauen. Die Mitglieder der Wehr sind auf dem neuesten Ausbildungsstand und verfügen in der Regel über mehrere Zusatzqualifikationen. Das bedeutet, dass fast alle Feuerwehrleute in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt werden können. Zu nennen sind beispielsweise Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Kettensägenführer. Sie alle haben eine gemeinsame Grundausbildung als Brandbekämpfer absolviert. Die meisten von ihnen haben sich jedoch zusätzlich qualifiziert. Sie alle sind bereit, sich freiwillig in den Dienst der guten Sache zu stellen. Ihnen allen ist voll bewusst, dass durchaus die Möglichkeit besteht, von einem Einsatz nicht mehr unbeschadt zurückzukehren. Warum tun sie das? Warum setzen sie ihr eigenes Leben auf´s Spiel, um andere - vielleicht ihnen völlig Unbekannte - zu retten?

24-Stunden-Übung der Feuerwehr

24-Stunden-Übung der Feuerwehr

Dieser Frage sind wir nachgegangen. Das Ergebnis war nicht nur überraschend, sondern auch in jedem einzelnen Fall höchst anerkennenswert. Die Nachrodt-Wiblingwerder Wehr ist im Grunde genommen auf jeden nur denkbaren Notfall vorbereitet. Ihr gehören der Löschzug Nachrodt (Löschzugführer: Jens Klatt), die Löschgruppe Veserde (derzeit geführt vom stellvertretenden Löschgruppenführer Tim Herrmann) und die Löschgruppe Wiblingwerde (Löschgruppenführer: Ralf Gottwald) an Darüber hinaus gibt es noch die Jugendfeuerwehr (Zuständig: Jugendfeuerwehrwart Oliver Böhland) und die von Gerhard Panne geleitete Ehrenabteilung, die aber nicht in den aktiven dienst eingreifen.

Bis zum 26. Juli diesen Jahres wurde die Freiwillige Feuerwehr 49 mal alarmiert, vorgestern kam dann noch der Einsatz einer Spezialeinheit bei einem Großbrand in Herscheid dazu. Rechnet man dies hoch, kommt man auf rund 100 Einsätze im Jahr. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Wehr etwa an jedem dritten Tag des Jahres ausrücken muss. Dazu stehen neben den 72 Feuerwehrleuten neun Fahrzeuge zur Verfügung. In den drei Gerätehäusern stehen vier Löschfahrzeuge, zwei Einsatzleitfahrzeuge, ein Logistik-Gerätewagen, ein Mehrzweckfahrzeug und ein Mannschaftstransporter. Jedes einzelne Mitglied der Wehr verfügt über einen Meldeempfänger. Ein Alarm erreicht zunächst Gemeindebrandinspektor Kling. Der alarmiert dann alle Einsatzkräfte, die für den entsprechenden Notfall benötigt werden. Und dass das in bislang allen Fällen ziemlich reibungslos geklappt hat, wird die folgende, mehrteilige Reportage aufzeigen. Und sie wird auch zeigen, dass sowohl die Nachrodter wie auch die Wiblingwerder ruhig schlafen können. Dank ihrer Feuerwehr. - Hartwig Bröer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare