Förderverein kämpft um das Gartenhallenbad

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Munterer Geschäftsbetrieb beim Trödelmarkt des Fördervereins. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Hans Wehr ist Realist: „Wir können als Förderverein das Gartenhallenbad nicht allein retten. Aber wir können es verschönern, attraktiver machen und die Belegung verbessern“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins des von der Schließung bedrohten Bades.

Zur Unterstützung dieses Zweckes veranstaltete der Verein am Sonntag einen Flohmarkt vor dem Edeka-Markt in Nachrodt. Professionelle Händler waren nicht zugelassen, Kinder durften dagegen ihre kleinen Stände gratis aufbauen. Der Edeka-Markt unterstützte das Ganze personell. Gut 20 Händler hatten sich für den Trödelmarkt angemeldet – gekommen waren schließlich 14, die sich über die Gelegenheit freuten, ihr Heim von Ballast zu befreien und den einen oder anderen Euro zu verdienen. So wie Familie Volbert: Sie freute sich auch über kleines Geld, das immerhin die Standgebühr von zehn Euro überstieg. Dass es bei dem Ganzen auch um die Zukunft des Gartenhallenbades ging, war der Familie durchaus bewusst: Viele Nachrodt-Wiblingwerder seien doch bestimmt bereit, sich finanziell für das Bad zu engagieren. Derzeit sind 158 davon Mitglied im Förderverein des Bades. „Da gibt es Mitglieder, die 300 oder gar 500 Euro für den Erhalt des Bades zahlen“, erklärte Hans Wehr.

Um das Geschäftsergebnis zu verbessern, verkaufte der Verein am Sonntag auch Kuchen, Waffeln und Pommes-Frites. „Das ist die beste Einnahmequelle“, freute sich der Vorsitzende, der das mögliche Sparpotenzial für die Gemeinde im Blick hat. „Die Lage ist ernst, und wir versuchen alles.“ Das Ziel sei jetzt eine Umstrukturierung des Bades mit dem Schwerpunkt „Gesundheit“, so Hans Wehr. „Dafür wären allerdings Umbauten nötig.“

Bis eine Lösung gefunden sein wird, engagiert sich der Verein weiterhin für die Pflege des Außengeländes des Bades und den Betrieb des Kiosks im Freigelände. Die Mittel des Vereins kommen dem Bad nicht direkt zugute: Wer seinen Kindergeburtstag im Gartenhallenbad feiert, kann dabei auf die Unterstützung des Vereins zählen und zahlt selber Eintritt. Auf diese Weise wird die Auslastung des Bades verbessert. Ob diese Maßnahmen reichen werden, um die erheblichen Kosten des Bades, die vor allem die Gemeinde zahlt, auf Dauer zu rechtfertigen, ist derzeit noch unklar.

Jedenfalls war am Sonntag das Wetter auf Seiten des Fördervereins und der Händler: Bei Sonnenschein und milden Temperaturen konnten die Besucher gemütlich über den Trödelmarkt bummeln und an den Ständen das eine oder andere Schnäppchen machen. ▪ thk

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