„Wir haben noch nicht aufgegeben“

Das Gartenhallenbad.

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Was nun geschehen wird mit dem Gartenhallenbad am Holensiepen – es steht in den Sternen. „Das ist eine schwere Frage“, sagt Hans Wehr als Vorsitzender des Fördervereins.

Am Montagabend hatten sich die Arbeitsgruppen des Förderveins getroffen, um mögliche Wege für den Erhalt des Bades auszuloten. Was Wehr besonders freut: „Es sind viele Leute bereit, sich einzubringen und Aufgaben zu übernehmen. Das zeichnet die Nachrodter aus“, lobt Wehr, „sie reden nicht, sie handeln.“ Mittlerweile seien immerhin 30 Männer und Frauen in die Arbeitsgruppen eingebunden. Viele brächten als Steuerfachleute, Rechtsanwälte oder Handwerker dringend benötigtes Fachwissen mit, um sich mit dem ungewöhnlichen Projekt auseinander zu setzen. Auch seien selbstverständlich die Vereine fest mit eingebunden.

Notwendig sei jetzt erst einmal eine umfangreiche Bestandsaufnahme und eine Analyse dessen, was verändert werden muss, wenn das Bad eine Zukunft haben soll. Im Grunde müsse man jeden Stein rund um das Bad umdrehen, berichtet Wehr. „Wir müssen alles unter die Lupe nehmen und alles in Frage stellen“, seien es technische Aspekte, Organisationsformen – und natürlich auch Personalfragen. Über konkrete Änderungen, wie zum Beispiel die Schaffung eines Einlass-Systems sei bereits nachgedacht worden. So seien zum Beispiel die Arbeitsabläufe bei der Sanierung im Jahre 2004 offenbar zu wenig beachtet worden, was dem Bad heute hohe Personalkosten beschere. Die liegen bei immerhin rund 160 000 Euro pro Jahr, während vergleichbare Bäder – oder sogar welche mit größerem Angebot – mit 90 000 Euro betrieben werden könnten. Für eine verlässliche Aussage über die Chancen des Vorhabens sei es einfach noch zu früh. Wehr: „Wir sind nicht sicher, dass wir es schaffen können – und wir sind nicht sicher, dass wir schließen müssen.“ Fest stehe eines: „Wir haben noch nicht aufgegeben“. ▪ tk

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