Ab in die Versenkung?

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Susanne Jakoby (links) gibt ihr Amt als Sprecherin der Flüchtlingshilfe auf.

Nachrodt-Wiblingwerde - Dass er „mausetot“ ist, stimmt so nicht. Aber der Flüchtlingskreis der Gemeinde rutscht ein wenig in die Versenkung. Am Montagabend konnte kein Nachfolger, keine Nachfolgerin für Susanne Jakoby gefunden werden, die sich nicht mehr für das Amt der Sprecherin zur Verfügung stellte.

Und auch für Birgit Hirt, die die Kasse führte, gibt es keinen Ersatz. Nach der Entlastung des „Vorstandes“, konnte kein neues Führungsteam gewählt werden. Das Ende vom Lied: Die Treffen werden ab sofort von der neuen hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuerin Sabrina Lippert organisiert und sollen nun alle drei Monate stattfinden.

 Jeder Ehrenamtliche, der in den Verteiler möchte, soll sich bitte bei der Sozialarbeiterin unter 02352/938328 oder per Mail an s.lippert@nachrdot-wiblingwerde.de melden. Das Konto des Flüchtlingskreises (mit einem aktuellen Plus von 190 Euro) wird aufgelöst, beziehungsweise wird nun über die Gemeindeverwaltung geführt.

Da die Aktivitäten des Flüchtlingskreises ohnehin „Selbstläufer“ sind, gibt es augenscheinlich keine Not der Koordination – und soll auch ohne Sprecherkreis funktionieren. Das Flüchtlingscafé, die Kleiderkammer, die privaten Sprachkurse und die Patenschaften laufen natürlich weiter.

Eine „Unruhestifterin“ gab es auch in der Runde: Sylvia Olbrich von der Flüchtlingshilfe Iserlohn. Sie empfand es als „makaber“, dass sie nicht zu den Treffen eingeladen wird, erklärte, dass Flüchtlinge aus Nachrodt-Wiblingwerde vermehrt in Iserlohn um Hilfe und Unterstützung bitten würden, und fragte an, ob denn die Gelder für die Ehrenamtlichen abgerufen worden seien. Damit sorgte sie für einigen Gesprächsstoff, da viele Anwesende nichts von möglichen „Aufwandsentschädigungen“ wussten.

Während Sylvia Olbrich es so darstellte, als könne man monatlich Geld bekommen, erklärten Mark Wille und Birgit Schulte-Pinto die Vergabe so: Es sei möglich, für Ehrenamtliche, die regelmäßige Hilfestellung bieten, viel Zeit und eigenes Geld einsetzen, vom Kommunalen Integrationszentrum im Rahmen des Programms „Komm an“ einen Anerkennungsbeitrag zu bekommen.

Acht Personen wurden im vergangenen Jahr von Birgit Schulte-Pinto benannt, die ein oder zweimal im Jahr 44 Euro bekommen haben. „Ich gebe mehr als ein Jahr Deutschkurse, bin drei Mal in der Woche da und habe noch nie was bekommen“, so Martina Luther. Auch andere zuckten mit den Schultern, wussten davon nichts.

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