Hoher Sachschaden / Polizei ermittelt

In Flüchtlingsheim und Obdachlosenhaus sechs Fenster eingeworfen

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Sechs Fenster sind im Flüchtlings- und Obdachlosenhaus Hagener Straße 150 zerstört worden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Sachschaden geht in die Tausende von Euro. Sechs großflächige Fenster im als Obdachlosen- und Flüchtlingsheim genutzten Haus an der Hagener Straße 150 sind vermutlich in der Nacht von Dienstag, 7. zu Mittwoch, 8. März,  von bisher Unbekannten komplett zerschlagen worden.

„Wir müssen handeln“, sagte auf Anfrage Dirk Recker aus dem Amtshaus. Er hatte das Malheur bereits auf dem Weg zur Arbeit gesehen und umgehend einen Handwerker hinzugezogen.

Handwerker eingeschaltet

Der schaute sich die Fenster an, deren Scheiben absolut nicht mehr zu retten sind. „Ausbauen? Ersetzen? Mit Brettern verschlagen?“ – Welche Option jetzt gezogen wird, ist noch nicht eindeutig klar. Denn im Haus selbst wohnen im Dachgeschoss zwei Personen, die der Gruppe der Obdachlosen zugerechnet werden und offenbar nur sporadisch die ihnen offen stehenden Räumlichkeiten nutzen.

Blick in die spartanisch eingerichtete Küche. Auch dieses Fenster wurde zerschlagen.

Im Untergeschoss lebt auf einem Zimmer nur noch ein einziger Flüchtling aus Afrika. Er nutzt die Küche gemeinschaftlich mit den Obdachlosen, wenn die denn einmal Speisen bereiten möchten.

Es mutet etwas merkwürdig an, wie die Glassplitter im Haus und außerhalb liegen. So gibt es sowohl eindeutige Spuren, dass von außen auf die Fenster eingeschlagen wurde. Die Lage vieler Splitter lässt aber auch den Schluss zu, dass bei einigen Fenstern von innen, also aus dem Haus heraus, gehandelt wurde. Die Polizei ermittelt und sucht den oder die Täter. Der im Haus wohnende Flüchtling bewohnt im Erdgeschoss weiter ein eigenes Zimmer. Dort wird als erstes natürlich das Fenster repariert, ebenso in der Küche.

Zu Besuch bei der Schwester

Er sei in der Tatzeit, die für den Vandalismus infrage kommt, bei seiner Schwester und Freunden gewesen, gab er an. Als er zurückgekommen sei, habe er die Zerstörung so vorgefunden. Donnerstag, 9. März,  machte er sich an die Arbeit, die Scherben aufzufegen und im Haus sauber zu machen. Wann die Scheibenmontage beziehungsweise möglicherweise eine Teil-Verbretterung vorgenommen wird, konnte Verwaltungsmitarbeiter Dirk Recker noch nicht sagen.

Zeugen gesucht

 Er sagte aber, das werde sehr zügig erfolgen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die möglicherweise verdächtiges im oder am Haus beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise bitte unter Tel. 02352/91 990.

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