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In kleiner Gemeinde finden Flüchtlinge Ablenkung von Leid und Schmerz

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Von: Ilka Kremer

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Auch die ukrainische Generalkonsulin Iryna Shun (Mitte) kam zum Fest, das Aykut Aggül (links) maßgeblich organisiert hatte. Bürgermeisterin Birgit Tupat (rechts) dankite der Bevölkerung für die Vorbereitung.
Auch die ukrainische Generalkonsulin Iryna Shun (Mitte) kam zum Fest, das Aykut Aggül (links) maßgeblich organisiert hatte. Bürgermeisterin Birgit Tupat (rechts) dankite der Bevölkerung für die Vorbereitung. © Ilka Kremer

Ein Willkommensfest haben am Samstagnachmittag die Bürgerinnen und Bürger zusammen mit den ukrainischen Flüchtlingen an der Sekundarschule der Doppelgemeinde gefeiert. Rund 300 Gäste, darunter viele Kinder, verbrachten einige kurzweilige Stunden.

Nachrodt-Wiblingwerde ‒ Planung und Organisation des Festes lagen hauptsächlich bei Ratsherr Aykut Aggül, Koordinator der Nachbarschaftshilfe, der von zahlreichen Helferinnen und Helfern unterstützt wurde.

Zu diesem Fest hatte Aggül auch die Generalskonsulin Iryna Shun aus Düsseldorf eingeladen – und sie kam tatsächlich. Shun dankte für das große Engagement für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Dieser Krieg in ihrer Heimat und warum er überhaupt möglich ist, sei für sie nicht zu begreifen. „Es ist eine große Last für die, die ihr Land verlassen, um sich und ihre Kinder vor den russischen Angriffen zu retten“, sagte die Generalkonsulin, die sowohl auf Ukrainisch als auch auf Deutsch zu den Festgästen sprach. Die herzliche Aufnahme, die die Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde erführen, helfe den Betroffenen, Leid und Schmerz ein wenig zu vergessen.

Bei Speisen und Getränken, Gesprächen und Spielen verbrachten Jung und Alt am Samstag einige unbeschwerte Stunden beim Willkommensfest an der Sekundarschule im Holensiepen.
Bei Speisen und Getränken, Gesprächen und Spielen verbrachten Jung und Alt am Samstag einige unbeschwerte Stunden beim Willkommensfest an der Sekundarschule im Holensiepen. © Ilka Kremer

Das war auch einer der Hintergründe dieses Willkommensfestes. Die Flüchtlinge, vor allem die Kinder, sollten ein paar unbeschwerte Stunden erleben. Und so war es auch: Die Mädchen und Jungen tobten sich auf der Hüpfburg aus, wetteiferten beim Dosenwerfen oder ließen sich von Mitarbeitern des Jugendzentrums mit fröhlichen Farben lustige Bemalungen auf ihre Gesichter zaubern.

Die Erwachsenen setzten sich derweil an den Tischen zusammen. Für Speisen und Getränke war bestens gesorgt, am Eiswagen gab es zusätzlich Vanille- und Schokokugeln im Hörnchen.

„Die Nachbarschaftshilfe ‚Jeder soll jedem helfen‘ hat mit dem heutigen Tag erneut unter Beweis gestellt, dass nicht nur warme Worte, sondern auch gemeinsames Anpacken und Gestalten entscheidend sind“, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat. Ihr Dank richtete sich an alle, die geholfen hatten, dieses Fest auf die Beine zu stellen. Als Bürgermeisterin sei es ihr besonders wichtig, die vielen gemeinsamen Begegnungen und Werte herauszustellen, die das Zusammenleben möglich machen: Solidarität, Verlässlichkeit und Kreativität. „Wer vor Krieg, Hunger und humanitärer Katastrophe flieht, der hat unsere Anteilnahme verdient“, unterstrich Tupat.

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