Lieblingsbierglas aus der Kneipe mitnehmen

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Erinnerungsstücke an die Rastatt werden abgegeben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wer möchte ein Erinnerungsstück von der Rastatt? Vielleicht Stühle, Bänke oder einen Hocker? Aber auch Lampen und eine Zapfanlage sind noch zu haben. Das Ende der Rastatt ist zwar besiegelt, doch die Traditionsgaststätte soll nicht sang- und klanglos untergehen. Samstag werden all diejenigen durchs Haus geführt, die noch ein Teilchen ergattern wollen.

Das Ende der Rastatt naht. Der Abriss ist beschlossen. Wenn der Kulturschock seine letzte Lenneterrassen-Bewirtung in diesem Jahr anbietet – wahrscheinlich am 7. Oktober – gehen tags drauf die Lichter aus. Strom, Wasser und Gas werden dann abgestellt. Und sehr bald rückt der Bagger an.

Im Rückschluss heißt das aber auch: Der Weg wird frei für eine neue Ära mit dem Gastronomiekonzept Qbus. Das wird zwar nicht von heute auf morgen aus dem Boden gestampft, aber soll, so sagen alle Beteiligten, auf einem guten Weg sein. Erstes Ziel: die Gründung einer Bürgerstiftung.

Jetzt aber findet erst einmal der Rastatt-Abschied statt, verbunden mit einem Trödelmarkt. Alle Interessierten sind am kommenden Samstag zwischen 12 und 18 Uhr willkommen, um Erinnerungsstücke aus dem Bestand zu erwerben. Um die Bewirtung an der Lenneterrasse werden sich Mitglieder des Kulturschocks kümmern – auch, wenn es regnet.

Der Plan ist, Bürger durch das Gebäude zu führen, die ihre Lieblingsstücke dann entweder direkt mitnehmen können oder – wenn sie zu groß sind – reservieren und eine Woche später abholen. „Das Ganze findet natürlich unter Corona-Schutzmaßnahmen statt, mit Masken, mit Abstand“, sagt Christian Waleczek, der mit seiner Frau Sandra die Gäste durch die Rastatt begleiten wird.

Deckenleuchten, Zapfanlage, Sicherheitsbeleuchtung

Übrigens: Es gibt weder feste Preise noch muss man handeln. Alle Gegenstände werden gegen eine Spende abgegeben. Alle Einnahmen werden der neuen Bürgerstiftung Nachrodt-Wiblingwerde zugute kommen. 

Zu erwerben sind unter anderem eine vollständige Eck-Küche inklusive Einbaugeräte, Tische, Klapptische mit Einhängeplatten, Stühle, Bänke, Hocker, Luftreiniger, Lampen und Leuchten, Neonleuchten, Deckenleuchten, Saalbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtungsanlage, Dekoration, Wandgarderobe, Sideboards, Vitrine, Einbauschrank, Tresen, Schrank- und Bierbuffet, Bierzapfanlage. Zudem gibt es Gläser und Geschirr. Am Mittwoch signalisierten schon sehr viele Gäste, die beim Kulturschock an der Lenneterrasse in gemütlicher Runde zusammentrafen, dass sie großes Interesse vor allem an den Rastatt-Biergläsern haben.

Möbel aus dem Hotelbereich sind nicht zu haben

Nicht zu haben sind allerdings die Möbel aus dem Hotelbereich, die für die Flüchtlinge in der Gemeinde benötigt werden. „Wir müssten die Sachen sonst teuer erwerben, deswegen ist es gut, dass wir die Möglichkeit haben, zum Beispiel Betten und Bettwäsche aus der Rastatt zu nutzen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat, die am Samstag auch einmal beim Trödelmarkt vorbeischauen möchte. „Ich finde es eine gute Aktion und bin sicher, dass sie gut ankommen wird.“

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