„Fleißige Nadeln“ stellen aus: „Die Bude war voll“

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Die Organisatorinnen zeigen einen Querschnitt ihres handwerklichen Könnens. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Für die Treffen der „Fleißigen Nadeln“ gibt es eine schöne Vereinbarung mit drei Paragraphen: Der erste bestimmt, dass nicht über Krankheiten gesprochen werden soll, der zweite schließt Gespräche über Enkelkinder aus, der dritte jene über „andere Leute“.

Wobei letzteres nicht so ganz ernst gemeint ist: „Wenn gesprochen wird, dann nichts Böses“, sagt Gisela Gundermann, die kreative Chefin des Handarbeitskreises, der am Wochenende im Gemeindehaus Wiblingwerde schöne Dinge zeigte: Dänische und Hardanger-Stickerei, Gemälde, Glückwunschkarten und jene Dinge, die man umso lieber braucht, wenn sie liebevoll und pfiffig gemacht sind: Pullover, Socken, Schals und Mützen.

An den Ständen von Ingrid Potthoff, Gisela Gundermann, Inge Hülle, Barbara Böhland, Elke Tatje, Gisela Malms, Annemarie Weustermann und Helga Baumann konnten die Besucher zwei Tage lang stöbern, sich zu eigener Kreativität anregen lassen oder sogar etwas kaufen. Manche Dinge waren allerdings nur zum Anschauen gedacht. Sylvia Novak ergänzte das Ganze um einen Stand mit Büchern und Medien.

Wer nach dem Besuch der Ausstellung eine Stärkung brauchte, kam bestens auf seine Kosten: Waffeln und stattliche zehn Torten und Kuchen wurden an jedem der beiden Tage angeboten und weitgehend aufgegessen, was schon viel über das große Interesse an der Veranstaltung und die Qualität der Torten verrät.

Gisela Gundermann jedenfalls zeigte sich am Sonntag hochzufrieden mit dem Interesse und berichtete von Besucherinnen aus Iserlohn, Lüdenscheid und Werdohl. „Die Bude war voll.“

Die „Fleißigen Nadeln“ treffen sich an jedem zweiten Montag im Monat zwischen 14.30 und 17 Uhr im Gemeindehaus Wiblingwerde. Auch Frauen, die nicht handarbeiten wollen, sind willkommen. „Wir singen und lachen sehr viel“, erzählt Gisela Gundermann. „Jede kann kommen.“ Und jede könne in kreativer Hinsicht das machen, was ihr eben persönlich liegt. Zurzeit liegt die Altersspanne der „Fleißigen Nadeln“ zwischen 59 und etwa 75 Jahren. Einmal im Jahr füllen die Frauen Schuhkartons mit selbstgestrickten Socken, Schals und Mützen für Kinder in Rumänien. ▪ Von Thomas Krumm

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