Gemeinde schafft neue Sirenen an

Sirenen wie diese will die Gemeinde unter anderem an der Turnhalle im Holensiepen anbringen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Früher gehörte eine Sirenenanlage zur Standardausrüstung jeder Stadt oder Gemeinde, doch aus Spargründen wurden sie vielerorts abgebaut, auch mit Zustimmung des Landes, das die Alarmierung der Bevölkerung auf modernen Wegen sicher stellen wollte. Jetzt kommt die Kehrtwende.

Die Idee war damals, dass moderne Technik die zu Zeiten des Kalten Krieges in nahezu jedem Dorf installierten Sirenen überflüssig machen sollte. Übernehmen sollten ihre Aufgabe Radios, die sich im Gefahrenfall eigenständig einschalten und die Bevölkerung informieren oder das Handynetz, über das bei Gefahr eine SMS an jedes Handy verschickt werden sollte. Doch Radios, die sich selbst einschalten, sind bis heute nicht auf dem Markt, dafür immer mehr Haushalte, die gar kein Radio haben. Also setzte beim Land nun ein Umdenken ein. Neuerdings fördert Düsseldorf die flächendeckende Warnung der Bevölkerung durch Sirenen. Zehn Millionen Euro lässt sich das Land den Aufbau eines landesweit einheitlichen Warnsystems in den nächsten Jahren kosten.

In den Genuss dieser Förderung kommt auch die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Hier sind sieben Sirenenstandorte erhalten geblieben, die allerdings mit veralteten Modellen ausgestattet sind. Die sollen nun Schritt für Schritt modernisiert werden. „So lange Geld aus Düsseldorf kommt“, schränkt Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer ein, dass solche Investitionen nur mit der hundertprozentigen Kostenübernahme durch das Land möglich sind. Die erste neue Sirene soll im Holensiepen am Schornstein der Turnhalle installiert werden.

Alarmieren sollen die Sirenen die Bevölkerung bei Katastrophen oder Großschadensereignissen. Sie senden dann einen einminütigen auf- und abschwellende Heulton, durch den die Bevölkerung aufgefordert wird, das Radio einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. - Volker Griese

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