Fitness für Körper und Seele: Treffen bei Wind und Wetter

Nordic-Talking in Wiblingwerde

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Wer möchte mitmachen? Donnerstags ist die Walking-Truppe unterwegs.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist kalt und grau. Es nieselt ein wenig. Eigentlich Wetter, um sich mit der Kuscheldecke und einem guten Buch auf die Couch zu legen. Aber es ist Donnerstag. Da gibt es keine Ausrede. Heute wird gewalkt. Es ist 9.55 Uhr. Die kleine Gruppe auf dem Parkplatz der Turnhalle Wiblingwerde wird immer größer. „Für uns gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, erzählt Gruppenleiterin Heike Hermann gut gelaunt.

Während sich die Teilnehmer fröhlich begrüßen, überlegt sie derweil, wo es heute her geht: „Ich denke wir laufen zum Lohagen. Dann über den Hof Hegemann und auf der anderen Straßenseite zurück.“ Eine ordentliche Runde mit einigen Höhenmetern. „Im Winter gehen wir oft auch über Herlsen nach Wörden und durch Pastors Wäldchen zurück. Wenn es das Wetter zulässt gehen wir in den Wald“, erzählt Heike Hermann.

Doch aktuell sei es dort durch den Matsch zu glatt. Die Gruppe ist inzwischen vollzählig. „Wir sind immer so zwischen 15 und 20. Normalerweise haben wir auch einen Mann dabei“, betont die Übungsleiterin. Wer möchte, bekommt die Technik erklärt. „Also wer richtig walkt, der öffnet beispielsweise seine Hand bei der Rückführung des Stockes“, erläutert Heike Hermann den richtigen Umgang mit den Stöcken. Diese kann man sich anfangs übrigens beim Turnverein leihen. So kann jeder erst einmal testen, ob er Spaß am Walken hat. „Wir sind nicht darauf versessen, Höchstleistungssport zu treiben und immer wieder auf die Technik zu achten. Wir verbringen gemeinsam Zeit und bewegen uns an der frischen Luft. Das ist doch schon super“, sagt Heike Hermann. Die Gruppe hat sich inzwischen in Bewegung gesetzt. Stille Konzentration ist nicht gefragt. Es wird geklönt und gelacht. „Ich nenne sie nicht umsonst auch liebevoll meine Nordic-Talking-Runde“, erzählt Heike Hermann und lacht. Aber genau das sei es auch, was so viel Spaß bereite. Es werde Klatsch und Tratsch ausgetauscht, aber man finde beim Laufen auch immer jemanden, mit dem man mal über seine Probleme sprechen kann. Für die Teilnehmer ist das Walken eine Auszeit aus dem Alltag – quasi Fitness für Körper und Seele. Manch einer habe durch das Walken sogar neue Freunde gefunden. „Wir machen auch so recht viel. Zum Jahresabschluss wandern wir beispielsweise nach Rennerde ins Café Klunterbunt. An Weiberfastnacht gehen wir nach unserer Runde noch einen Berliner essen“, erzählt Heike Hermann.

Wer Lust hat, sich den Sportlern anzuschließen, kann donnerstags um 10 Uhr zur Turnhalle des Höhendorfes kommen. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

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