An Gruppe aus dem Märkischen Kreis

Firma aus dem MK verkauft

Firma MPU in Nachrodt wird von Wachsmuth-Gruppe übernommen.
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Freude auf allen Seiten bei der Übernahme der Firma.

Es bleibt in heimischer Hand: Eine Unternehmensgruppe aus dem MK hat das operative Geschäft einer heimischen Firma übernommen. Die Mitarbeiter müssen keine Sorgen haben. Im Gegenteil.

Das ist eine Übernahme, die augenscheinlich bei allen Beteiligten nur Freude auslöst: Die Wachsmuth-Gruppe hat das operative Geschäft der MPU gekauft. Am Montagmorgen wurde die Belegschaft informiert. Keiner der 15 Mitarbeiter muss um seinen Job bangen.

Im Gegenteil: Es sollen noch weitere fünf Stellen an der Hagener Straße 147 geschaffen werden. Die Wachsmuth-Gruppe ist ein Nachrodt-Wiblingwerder Familienunternehmen und besteht aus zwei Werken: dem Werkzeugbau in Wiblingwerde und dem Stanzbetrieb in Lüdenscheid. MPU, vormals Mitbewerber auf dem Markt, wird nun Werk 2 des Lüdenscheider Unternehmens.

Wickeder Group wollte stärker wachsen als es möglich war

Für die Firma MPU – Metallbearbeitung-Präzisionsteile-Umformtechnik –, die seit einigen Jahren zur „Wickeder Group“ gehört, als auch für die Wachsmuth-Gruppe könnte der „Deal“ nicht positiver sein. Das versicherten Björn Wachsmuth und Andreas Braun, Geschäftsführer der Wickeder Group, der den Verkauf so erklärt: „Wir wollten in diesem Bereich stärker wachsen, als wir es letztlich realisieren konnten.“

Das habe an der hohen Abhängigkeit vom Automotive-Geschäft und den fehlenden Alternativen gelegen. „Die MPU ist für unsere Größe viel zu klein“, so Andreas Braun. Für die Wachsmuth-Gruppe dagegen ist MPU als neues Werk 2 perfekt. Jetzt könne man etwas Mittelgroßes zusammenbringen. Und Wachsmuth bleibe ein Lieferant für die Wickeder Group. „Wir stoßen MPU also nicht ab und sagen: Nach uns die Sintflut“, verspricht Andreas Braun gute geschäftliche Verbindungen.

Standort Nachrodt wird Technologie-Zentrum

Der Standort in Nachrodt wird ausgebaut. „Wir hätten in Lüdenscheid investieren müssen, in Fläche als auch beim Maschinenpark, weil wir erfreulicherweise nach 2020 mit hohen Aufträgen zu kämpfen haben“, sagt Björn Wachsmuth. Man platze in Lüdenscheid aus allen Nähten.

Und so wird Nachrodt unter anderem Technologiezentrum im Bereich Bihler („Der Porsche unter den Stanzbiegeautomaten.“). Eine Maschine ist bereits neu aufgebaut. „Wir ergänzen genau das, was wir sonst auf anderer Fläche hätten realisieren müssen“, freut sich Björn Wachsmuth über die frisch unterschriebenen Kaufverträge. Unterstützung holte sich Wachsmuth hierfür bei der Beratungsfirma Prange aus Plettenberg.

Sehr schneller Abschluss unter Beteiligten

Die ersten Gespräche wurden erst Mitte Januar geführt, sodass der Abschluss tatsächlich in Lichtgeschwindigkeit passierte. Und auch die Kunden haben signalisiert, alle am Ball bleiben zu wollen.

Standortleiter wird in Nachrodt Michael Berg. Der gelernte Werkzeugmacher wechselte 2016 von MPU zu Wachsmuth und kommt nun zurück an seine alte Wirkungsstätte. Und die Produktionsstätte ist beeindruckend – auf 2500 Quadratmetern.

Wachstum trotz Corona

Die Aufträge gehen viel in die Elektronik- und Automobilindustrie. Die Auftragslage ist gut bis sehr gut. „Wir liegen nur noch leicht unter 2019.“ Für die ehemaligen MPU-Mitarbeiter ändert sich insofern etwas, als dass sie jetzt nach und nach aus der Kurzarbeit herausgeholt werden.

Die Prozesse zwischen Lüdenscheid und Nachrodt müssen angepasst werden. „Wir sind ein Nachrodt-Wiblingwerder Unternehmen. Wir freuen uns sehr, die Gemeinde weiterhin unterstützen zu können“, sagt Björn Wachsmuth mit Blick auf die lokale Verbundenheit. Stolz ist er natürlich auch: „Dass wir wachsen, ist in der Coronazeit eine gute Nachricht.“

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