Nachlässige Camper verursachen Flächenbrand in Wörden

Die Feuerwehr musste viele kleine Glutnester im Waldboden löschen. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde -   Das war wirklich keine gute Idee. Eigentlich wollte die Gruppe Holländer ein gemütliches Campingwochenende im Sauerland verbringen. Eigentlich – denn das Wochenende wurde am Sonntag mit einem Feuerwehreinsatz bei Wörden vorzeitig beendet.

Bei Handweiser, einem Waldstück zwischen Wörden und Todtenhelle, schlugen die jungen Camper, die zwischen 21 und 24 Jahren alt waren, ihre Zelte auf. Gut getarnt hinter Sträuchern und Bäumen hatten sie ein kleines Lager errichtet. Auch eine Feuerstelle wurde angelegt. Dafür nutzten die Holländer zwei mitteldicke Baumstämme. Was sie jedoch nicht bedachten war, dass so dicke Stämme eine ordentliche Rauchsäule bilden. Diese sahen Anwohner aus dem Wald aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr.

Die gesamte Nachrodt-Wiblingwerder Wehr rückte daraufhin aus, schließlich war ein „Flächenbrand“ gemeldet worden, und das bei trockenem und heißem Wetter.

Als die Holländer bemerkten, dass die Einsatzkräfte heranrollen, packten sie hastig alles zusammen und wollten fliehen. Das Feuer wollten sie Löschen, indem sie es austraten – was sich als die zweite Schnapsidee erweisen sollte. Die Glut verteilte sich dadurch nämlich im Wald und überall bildeten sich kleine Brandherde. Eine Fleißarbeit für die Eisatzkräfte. Mit Wasser und Feuerlöschern gingen sie gegen die kleinen Feuerstellen im Wald vor. Mittels einer speziellen Wärmekamera wurden der Wald rund um das Lager abgesucht. An mehr als zehn Stellen musste gelöscht werden. Über eine Stunde dauerte es, bis keine neuen Glutnester gefunden werden konnten.

Die holländischen Urlauber selbst saßen derweil in ihren Autos und beobachteten den Einsatz von dort aus. Vor Ort äußerten sie sich nicht zu ihrem Handeln. Angeblich sprachen sie weder Deutsch noch Englisch.

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