Feuerwehr ist für Unwetter gewappnet

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Sollte der Unwettereinsatz länger dauern, können sich die Einsatzkräfte auch selbst verpflegen. Genügend Lebensmittel sind jedenfalls da, damit die Feuerwehr frische Kräfte tanken kann. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das angekündigte Unwetter kann kommen, die Freiwillige Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde ist auf alles vorbereitet – davon jedenfalls ist Gemeindebrandinspektor Michael Kling überzeugt. Unter anderem wurden bereits Lebensmittel-Notrationen „gebunkert“.

Gemeindebrandinspektor Kling war bereits am Donnerstagabend besorgt. „Da kommt möglicherweise was auf uns zu“, fürchtete er. Weil für das Wochenende eine Unwetterwarnung vorliegt, befinden sich die Blauröcke der Doppelgemeinde bereits in Alarmbereitschaft. Daher läuft auf einer Großleinwand in der Zentrale des Feuerwehrgerätehauses am Holensiepen auch ununterbrochen das Wetterradar. Es zeigt in sechs farbigen Abstufungen Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten an. Daraus ist erkennbar, dass sich die Anzeige der möglichen Unwetterlage für die Doppelgemeinde bereits deutlich im oberen Bereich befindet. Bereits am Donnerstag war abzusehen, dass mit Wind in Orkanstärke und Starkregen mit einer Niederschlagsmenge von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter zu rechnen sei. In den Höhenlagen, so Kling, sei möglicherweise verstärkt mit Schneefall zu rechnen. Ein unschönes Szenario, das dort vor seinen Augen ablief.

„Natürlich ist es uns am liebsten, wenn gar nichts passiert“, so Kling. Aber es nütze nichts, ein mögliches Unwetter nur abzuwarten und dann der Lage „hinterher zu laufen“. Darum haben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bestens vorbereitet. So wurden unter anderem Lebensmittel in großen Mengen beschafft. „Wir müssen in der Lage sein“, so der Gemeindebrandinspektor, „die Einsatzkräfte autark zu verpflegen“. Auch zahlreiche Notstromaggregate stehen zur Verfügung. Denn beim Eintreffen einer erheblichen Schlechtwetterfront sei auch mit Stromausfällen zu rechnen, und dann sei schnelles Handeln oberstes Gebot. Denn von einem solchen Stromausfall seien unter anderem Telefonleitungen betroffen. Darüber hinaus gebe es in der Doppelgemeinde zahlreiche Häuser, die mit einem Fahrstuhl ausgestattet seien. In schlimmster Weise würde es möglicherweise Bewohner der Alten- und Pflegeheime Nachrodter Hof und Perthes-Haus treffen, insbesondere diejenigen, die auf medizinische Geräte angewiesen wären, die nur mit elektrischem Strom betrieben werden können. Doch auch für diese Fälle hat die Freiwillige Feuerwehr schon Vorsorge getroffen.

Und nicht nur die Feuerwehr befindet sich in Alarmbereitschaft. Auch die Mitarbeiter des Bauhofes und des Ordnungsamtes haben sich schon seit geraumer Zeit auf die angekündigte Schlechtwetterlage eingestellt. Sofern sich diese Lage auf den gesamten Märkischen Kreis ausdehnen sollte, werden die Feuerwehren aller Städte und Gemeinden weitgehend auf sich selbst gestellt sein. Doch auch auf eine solche möglicherweise eintretende Situation sind die Beteiligten vorbereitet. „Wir werden im schlimmsten Fall hier im Feuerwehrgerätehaus eine Art Kommandozentrale einrichten, die von dort aus alle Einsätze in Nachrodt-Wiblingwerde koordiniert“, erklärte Kling. Doch schon am Donnerstagabend wirkte er beim Blick auf die elektronische Wetterkarte sehr skeptisch: „Wenn das mal gut geht...“ Denn zu diesem Zeitpunkt herrschten im Südschwarzwald schon Wind in Orkanstärke und Starkregen vor. „Wenn das zu uns raufkommt“, so Kling, „dann steht uns ein heftiges Wochenende bevor.“ Für den allerschlimmsten Fall stehen im Feuerwehrgerätehaus sogar Feldbetten, Decken und warme Mahlzeiten für die Einsatzkräfte zur Verfügung. „Wenn es uns trifft, werden wir gewappnet sein“, ist der Wehrleiter überzeugt. ▪ hb

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