Feuerwehr übt in der Rastatt - Gaffer legen Verkehr lahm

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Dichter Rauch quoll aus der Rastatt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Brand in der Rastatt: Das Szenario hat die Feuerwehr in Nachrodt geübt. Auf der B236 sorgte das für Aufsehen.

Brand im Hotel, eine Person vermisst: Die großen Rauchschwaden, die aus dem Fenster der Rastatt quollen, deuteten schon an, wie es in der leer stehenden Gaststätte an der B 236 aussehen könnte. Diesen Ernstfall hat die Gruppe 1 der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt in der Rastatt geübt. 

Sebastian Putz, Ordnungsamtsleiter und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, hatte die Übung vorbereitet. Mit einer Nebelmaschine sorgte er für dichten, weißen Rauch und nur wenige Zentimeter Sichtweite in einem Zimmer der Rastatt, die vor ihrem geplanten Abriss nach dem Sommer noch zum Trainingsgelände für Retter wurde. 

Weißer statt schwarzer Rauch

Bevor die anderen Einsatzkräfte eintraten, öffnete Putz die Tür, damit sich der Rauch im ganzen Treppenhaus verteilen konnte. „Das ist wie bei einem echten Feuer, nur dann ist der Rauch schwarz“, sagte Putz. Und natürlich deutlich gesundheitsschädlicher als der Nebel aus der Maschine. 

Nach kurzer Lagebesprechung rollten Feuerwehrkräfte einen Schlauch aus. Zwei Retter bereiteten ihre Ausrüstung vor, um unter schwerem Atemschutz in das Gebäude zu gehen und nach der vermissten Person zu suchen. Nur langsam konnten sie sich vortasten. 

Hier gibt's die Bilder von der Übung

Nach wenigen Minuten gab es dann die Entwarnung: „Niemand mehr im Gebäude.“ Der Schlauch wurde zwar mit Wasser gefüllt – im Haus aber nichts „gelöscht“. Mit einem großen Lüfter haben die Retter die Rastatt vom Rauch befreit. „Es ist schön, dass wir wieder was machen können“, sagte Gruppenführer Patrick Kriebel nach der Übung sichtlich erfreut. 

Corona-Schutz: Übung in vier Gruppen

Die Corona-Pandemie zwang auch die Feuerwehr zur Übungspause. Auch beim Training in der Rastatt galten spezielle Regeln. Alle Einsatzkräfte waren mit Mundschutz ausgestattet. 

Damit bei einer Infektion eines Mitglieds nicht der ganze Löschzug außer Gefecht gesetzt wird, wurden vier Gruppen mit je zehn Mitgliedern gebildet, die nicht zusammen übten. Und: „Alle benutzten Geräte werden nach der Übung desinfiziert“, erklärte Sebastian Putz. 

Hier gibt's die Retter live in Aktion zu sehen

Die Übung direkt an der Ortsdurchfahrt sorgte für Aufsehen. Neben Autofahrern, die die Geschwindigkeit ihrer Wagen – wegen Rauch, Warndreieck und Feuerwehr – drosselten, fuhren einige sogar nur in Schrittgeschwindigkeit an der Rastatt vorbei, den Blick stets auf das qualmende Fenster gerichtet. 

Fotostopp auf der Bundesstraße

Zwei Autofahrer übertrieben es mit ihrer Neugier: Sie hielten mitten auf der Fahrbahn der Bundesstraße an, um ein Foto mit dem Smartphone von der Feuerwehr-Übung zu machen. Über sie konnte Sebastian Putz nur den Kopf schütteln.

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