„Die Unfallkasse hängt uns im Nacken“

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Das sind die Pläne für das Feuerwehrgerätehaus am Holensiepen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Christian Pohlmann sieht die Felle für den Hallentrödelmarkt schwimmen. Nicht wegen Corona. Nicht, weil die Lennehalle nicht mehr genutzt werden kann, sondern aufgrund von Plänen für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses und den damit verbundenen Veränderungen des Eingangsbereiches der Lennehalle.

Dieser soll nämlich auf der anderen Seite entstehen. Zu eng? Zu wenig Platz für die Trödler, wenn sie ihre Sachen anliefern? Die Bedenken des Sozialdemokraten teilen augenscheinlich die anderen Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses und die Mitglieder des Sportausschusses nicht. Im Gegenteil. 

Das große Ganze, das Architekt Andreas Kisker vorstellte, stößt auf Unterstützung und Wohlwollen. „Die Gemeinde benötigt eine gut ausgestattete Feuerwehr und es gibt keine bessere Alternative“, so Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU.

 Fakt ist: Das Feuerwehrgerätehaus am Holensiepen muss dringend saniert werden. Und: Entsprechend den gültigen Vorschriften gibt es auch viel zu wenig Platz. Aufgrund der Enge im Gerätehaus und den Unfallverhütungsvorschriften ist die Sorge vor einer Sperrung des Gerätehauses groß. „Die Unfallkasse hängt uns im Nacken“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat. Um den Anforderungen gerecht zu werden, soll der Anbau der Lennehalle auf der anderen Seite der Halle neu errichtet und die jetzige Fläche des Sozialtrakts der Feuerwehr zugeschlagen werden.

 Man hat nur ein begrenztes Grundstück und muss an Ort und Stelle das Bestmögliche 'rausholen. Das Konzept des Architekten sieht auch vor, dass die Parkplätze direkt vor der Lennehalle zukünftig nur von der Feuerwehr genutzt werden. An den Plänen haben Nachrodt-Wiblingwerder Wehrleute übrigens mitgearbeitet. Vorgesehen ist neben entsprechenden Funktionsräumen unter anderem eine Halle für sieben Feuerwehr-Fahrzeuge. „Wir haben im Moment vier, die nicht die notwendigen Abmessungen haben“, so Andreas Kisker. Der längste Stellplatz kann zukünftig im Zweifelsfall auch die Drehleiter aufnehmen.

Bevor das Feuerwehrgerätehaus neu gebaut werden kann, muss der Vorbau Lennehalle inklusive Sozialtrakt auf der anderen Seite der Lennehalle errichtet werden. „Es ist im Grunde ein gespiegelter Entwurf, etwas aufgeräumter“, so Andreas Kisker. So soll es auch einen Nebenraum mit Küche, eine WC-Anlage, Umkleide- und Duschräume, ein Technikraum und eine neue Lüftungsanlage geben. Der Umkleideraum kann auch als Künstlergarderobe bei Veranstaltungen in der Lennehalle genutzt werden – ein Anliegen, dass der SPD wichtig ist, da die Lennehalle eine Mehrzweckhalle ist und einige größere Veranstaltungen dort stattfinden.

Der Vorraum der Lennehalle und der Sozialtrakt sollen auf der linken Seite des Gebäudes gebaut werden.

 „Wir befinden uns im Entwurf“, signalisierte der Architekt, dass durchaus noch Veränderungen möglich sind. Gewünscht ist zum Beispiel die Möglichkeit, dass der Schießclub Zugang zur WC-Anlage bekommt. Michael Schlieck (CDU) brachte diese Idee im Sportausschuss vor. Jetzt wird über ein separates WC angrenzend am Technikraum geplant. 

„Wie gewährleisten wir, dass während der Bauzeit die Feuerwehrfahrzeuge immer einsatzbereit sind“, wollte Matthias Lohmann wissen. Hierfür wäre nach Ansicht des Architekten eine Containerlösung für die Sozialräume und Zelte zur Unterbringung der Einsatzfahrzeuge möglich. 

Förderanträge werden  (wenn der Rat zustimmt) jetzt gestellt – für das Feuerwehrgerätehaus gibt es das Förderprogramm „Dorferneuerung 2021“, für den Neubau an der Lennehalle das Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten.“

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