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Feuerwehrgerätehaus: Schnelle Entscheidung gewünscht

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Wenn die Lennehalle abgerissen wird, könnte ein neues Feuerwehrgerätehaus am jetzigen Standort der Lennehalle gebaut werden.
Wenn die Lennehalle abgerissen wird, könnte ein neues Feuerwehrgerätehaus am jetzigen Standort der Lennehalle gebaut werden. © Fischer-Bolz, Susanne

Lange überlegen können die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss während ihrer Sitzung am Dienstag, 25. Oktober, ab 17 Uhr in der Sekundarschule nicht, wenn es um den Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Holensiepen geht.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Die bereits bewilligten Fördermittel in Höhe von 250 000 Euro bleiben nur erhalten, wenn bis zum 30. November eine Baugenehmigung beim Fördergeber eingereicht wird, daher muss eine Entscheidung noch in dieser Sitzung gefällt werden“, macht die Verwaltung Druck. Es geht um Folgendes: Wenn die Lennehalle abgerissen wird, weil eine Sanierung wesentlich teurer als ein Neubau würde (wir berichteten), könnte die Feuerwehr am jetzigen Standort Lennehalle gebaut werden. Das hätte den großen Vorteil, dass man keine Ersatzunterbringung der Feuerwehr während der Bauzeit benötigen würde. Erst nach Fertigstellung des Neubaus würde das jetzige Gerätehaus abgerissen und dort eine neue Lennehalle errichtet. So könnte man mindestens 370 000 Euro sparen. Diese Einsparung würde allerdings wieder verschluckt – vom Gerätehaus-Neubau.

5,45 Millionen Euro für den Neubau

Bereits Anfang 2021 wurde ein kleiner zweigeschossiger Feuerwehrbau mit 3,8 Millionen Euro kalkuliert. Nach grob geschätzten Kostensteigerungen entspricht dies heute fünf Millionen Euro. „Die jetzigen, den Anforderungen und gültigen Normen in den Bauflächen optimal angepasste Variante beläuft sich nach heutiger Einschätzung auf ca. 5,45 Millionen Euro für den Neubau und weiteren grob geschätzten 690 000 Euro für das Herrichten des Außengeländes einschließlich der Höhenanpassungen des Geländes, der erforderlichen Zäune und Schranken“, heißt es in der Vorlage zur Beratung. In Nachrodt-Wiblingwerde geht es ganz offensichtlich nur noch um Millionenbeträge. Kostengünstiger gibt es nichts. Aber am Dienstag werden die Fundamente für die Zukunft gesetzt. Und detailliert betrachtet. So sollen die Anfahrtswege der Einsatzkräfte optimal berücksichtigt werden. Die Einsatzkräfte, die aus Richtung Wiblingwerde das Feuerwehrgerätehaus erreichen, sollen hinter dem Gebäude parken. Die Einsatzkräfte aus der Gegenrichtung stellen ihre Privatfahrzeuge auf den Parkplätzen rechts des Gebäudes ab. „Hierdurch werden gefährliche Kreuzungen der Fahrzeugströme der an- und ausrückenden Einsatzkräfte vermieden.“ Es scheint an alles gedacht.

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