Feuerwehr legt und löscht den Brand selbst

Kinder und Erwachsene konnten anhand des Rauchhauses erkennen, wie sich bei einem Feuer der Rauch innerhalb geschlossener Räume ausbreitet. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Auf dem Parkplatz vor dem Wilhelm-Mestekämper-Stadion in Nachrodt brennt es lichterloh. Schon kurz nach Ausbruch des Feuers ist das Martinshorn der Feuerwehrfahrzeuge zu hören. Die schnelle Reaktion der Brandbekämpfer ist kein Wunder – schließlich hatten sie das Feuer selbst gelegt, denn es ist Teil einer Schauübung anlässlich des Feuerwehrtages.

Doch das Löschen eines Brandes war nur ein kleiner Teil eines äußerst umfangreichen Programmes am Sonntag. „Wir richten zwei Großveranstaltungen im Jahr aus“, sagt Löschzugführer Jens Klatt. Eine davon sei der Tanz in den Mai, der allerdings fast ausschließlich von Erwachsenen frequentiert werde. Darüber hinaus gebe es seit einigen Jahren den Feuerwehrtag und das sei ein reines Familienfest. Und so wurde natürlich in erster Linie den Kindern etwas geboten. Da war zum Beispiel die große Hüpfburg. Sie wurde in der Lennehalle aufgebaut, weil im Außenbereich zu wenig Platz gewesen wäre. Auch das Kinderschminken wurde angeboten. Darüber hinaus veranstaltete die Feuerwehr eine Fahrzeugschau. Und da war es durchaus erwünscht, dass die Kinder sich auch einmal als echte Brandbekämpfer fühlen und die Fahrzeuge besetzen konnten. Sogar Brände gab es zu löschen. Dazu stand ein kleines Brandhaus zur Verfügung. Hinter dessen Fenstern waren Klappen angebracht, auf die Flammen aufgemalt waren. Die Kinder mussten nun versuchen, mit einem Schlauch die Klappen zu treffen, um so die Flammen verschwinden zu lassen. Die Jugendfeuerwehr präsentierte sich mit einer Bilderschau.

Hier gibt es Fotos vom Feuerwehrtag:

Feuerwehrtag in Nachrodt

Und dann waren die Großen wieder am Zug. Sie demonstrierten den durchaus beeindruckten Zuschauerinnen und Zuschauern, wie man eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug befreit. Dazu bediente sich die Wehr so genannter Hydraulikscheren. Diese kräftigen Schneidwerkzeuge zerlegten das Fahrzeug in all seine Bestandteile.

Stimmig war auch die Speisekarte. Neben den obligatorischen Grillspezialitäten war die Erbsensuppe ein echter Renner. „Die hat es vor vielen Jahren gegeben, da haben die Männer unseres Löschzuges noch Picknicks veranstaltet“, sagt Sylvia Murza, die gemeinsam mit Kollegin Conny Becker für die Ausgabe des Eintopfgerichtes verantwortlich zeichnete. Das wurde in einer großen, alten Gulaschkanone zubereitet und heiß gehalten.

Mit den Planungen für die Veranstaltung hatte die Feuerwehr schon vor über vier Monaten begonnen. „Wir mussten Genehmigungen für den Verkauf von Speisen und Getränken einholen, und unsere simulierten Einsätze mussten natürlich abgesegnet werden“, berichtete Löschzugführer Jens Klatt. Darüber hinaus wurde auch die Lennehalle angemietet werden, denn die Kinderbelustigung fand fast ausschließlich dort statt. Die Veranstaltung insgesamt war außerordentlich gut besucht. Die Feuerwehr kann sich daher einen weitere erfolgreiche Veranstaltung auf die Fahnen schreiben. ▪ hb

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