Kein einfacher Einsatz

Wieder Feuer an Klaras Höhe: Polizei und Feuerwehr vermuten Brandstiftung

Wieder Feuer an Klaras Höhe: Polizei und Feuerwehr vermuten Brandstiftung
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Wieder Feuer an Klaras Höhe: Polizei und Feuerwehr vermuten Brandstiftung

Ist ein Feuerteufel am Werk? Schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche musste die Feuerwehr zur Klaras Höhe ausrücken.

Nachrodt-Wiblingwerde - Am Mittwoch (3. März) brannte es gleich an zwei verschiedenen Stellen in Nachrodt. Die Feuerwehr wurde gegen 18.15 Uhr alarmiert. Im Einsatz waren die Löschgruppe Nachrodt und die Löschgruppenführung aus Wiblingwerde.

„Ja, die Fälle sind vergleichbar. Wieder kleinere Flächenbrände, wieder der gleiche Ort“, sagte Einsatzleiter Jens Klatt. Einsätze auf Klaras Höhe sind für die Feuerwehr immer Besonders. „Es gibt keine Zufahrt. Wir müssen den ganzen Weg in Ausrüstung zu Fuß hoch laufen. Und das sind locker 100 Höhenmeter“, erklärte Klatt. Bei der Dunkelheit ein durchaus gefährliches Unterfangen. Die Wege sind uneben und die Hänge steil. An der Kante geht es senkrecht in die Tiefe.

Wieder Feuer an Klaras Höhe in Nachrodt: Polizei und Feuerwehr vermuten Brandstiftung

Bei der Dunkelheit ein durchaus gefährliches Unterfangen. Die Wege sind uneben und die Hänge steil. An der Kante geht es senkrecht in die Tiefe. Wie bereits am Donnerstag vergangener Woche nahmen Anwohner den Feuerschein wahr und alarmierten die Einsatzkräfte. „Klaras Höhe ist schon immer eine besondere Einsatzstelle. Es ist einfach ärgerlich, wenn da einer bewusst Brände legt und wir in Gefahr geraten“, sagt Jens Klatt.

Gemeinsam mit Sascha Panne stand er unten an der Lenne. Die beiden Männer ließen eine Drohne fliegen und navigierten die Retter zur Einsatzstelle. „Ein Brand ist direkt an der Felskante. Der andere liegt etwa 20 Meter höher“, erklärte Jens Klatt seinen Kollegen. Die Drohne ist mit einem Blitzlicht ausgestattet, an dem sich die Löschtrupps im Dunkeln orientieren können.

„Ohne Infrarot ginge bei der Dunkelheit nichts. Aber so konnten wir die Stellen wirklich schnell finden – und vor allem haben wir auch direkt gesehen, dass es noch einen zweiten Brand gibt“, sagte der Einsatzleiter.

Kamera der Drohne zeigt Glutnester

Während sich die Mitglieder der Löschgruppe Nachrodt mit dem schweren Gerät den Weg hinauf kämpften, erkundeten Panne und Klatt die Umgebung. „Die Kamera zeigt genau, wo noch Brandherde oder Glutnester sind. Die Wärmebildfunktion ist eine super Hilfe“, erklärte Klatt.

Es zeigte sich, dass es nur an den beiden Stellen brannte. Auf der Kamera konnte Klatt den Einsatz von der Lenne unterhalb von Klaras Höhe verfolgen. Er sah genau, wo seine Einsatzkräfte waren und wie sie sich bewegten. „Guck mal, direkt vor dir muss noch etwas Glut sein“, gab der Einsatzleiter Anweisungen.

Eine Drohne kam zum Einsatz.

Die Feuer waren schnell gelöscht – auch weil sie so schnell gefunden wurden. „Das ist schon kein einfacher Streich, der uns da gespielt wird. Hier liegt viel Totholz. Da kann auch schnell ein großer Waldbrand entstehen.“ Jens Klatt konnte sein Unverständnis für diese mögliche Brandstiftung kaum unterdrücken.

„Wenn es da oben brennt, haben wir echt ein Problem“, bekräftigte Sascha Panne. Bei größeren Feuern müsste nämlich von der Lenne aus eine Löschwasserversorgung auf den Berg gelegt werden. „Da wären viele Meter Schlauch und viele Pumpen erforderlich.“ Neben der Feuerwehr mussten sich auch Polizisten den Berg hinauf kämpfen. Da von Brandstiftung ausgegangen wird, nahmen sie die Ermittlungen auf.

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