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Festnahme nach Überholmanöver: 38-Jähriger rastet völlig aus

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Von: Markus Wilczek

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Die Polizei musste am Freitagabend in Altena einen alkoholisierten Randalierer bändigen.
Die Polizei hatte es am Freitag mit einem besonders aggressiven Autofahrer in Nachrodt zu tun. © Karl-Josef Hildenbrand

Nach einer Unfallflucht in Folge eines Überholmanövers und der Beleidigung von Polizisten in Nachrodt landete ein 38-jähriger Iserlohner am Freitag im Gewahrsam der Polizei.

Am Freitag gegen 5.45 Uhr stockte der Verkehr auf der B 236 in Richtung Altena, weil die Ampel an der Ecke Altenaer Straße/Bachstraße Rot zeigte. Als die Ampel umschaltete, überholte der 38-jährige Iserlohner einen 21-jährigen Nachrodter über die Sperrflächen hinweg. Dabei fuhr er so dicht an dem Wagen des Vordermanns vorbei, dass die Spiegel kollidierten. Statt anzuhalten, fuhr er weiter in Richtung Altena.

Der 21-Jährige stoppte an den Walzwerken und rief die Polizei. Nach wenigen Minuten erschien der Unfallgegner doch und wollte den Schaden regulieren. Gegenüber der Polizei leugnete er jedoch, gefahren zu sein. Ein Atemalkoholtest ergab einen erheblichen Wert, teilt die Polizei mit, ohne die genaue Promillezahl zu nennen.

Polizisten auf Russisch beleidigt

Kurz nachdem ihm die Polizeibeamten eröffnet hatten, dass sie ihn zu einer Blutprobe auf die Altenaer Wache mitnehmen müssten, rastete der 38-Jährige aus. Er beleidigte die Polizeibeamten auf Russisch als „Schlampen“ und schubste einen Polizisten weg. Darauf überwältigten ihn die Beamten und brachten ihn in Handfesseln nach Altena. Dabei verletzten sich beide Beamte leicht.

Sie fanden bei dem Iserlohner einen wahrscheinlich gefälschten italienischen Führerschein. Auf der Altenaer Wache fiel auch ein Drogenvortest positiv aus. Während der ganzen Zeit sprach er eine Polizeibeamtin immer wieder mit „Mein Schätzchen“ und „junge hübsche Frau“ an und unterstrich das durch eindeutig sexuell anzügliche Gesten und Geräusche, teilt die Polizei mit.

Deutsche Fahrerlaubnis seit fünf Jahren weg

Seine deutsche Fahrerlaubnis war ihm vor fünf Jahren entzogen worden. Aufgrund des Verdachts einer Urkundenfälschung beschlagnahmten die Polizeibeamten seinen italienischen Führerschein. Damit war er jedoch überhaupt nicht einverstanden und wurde aggressiv. Am Ende transportierten ihn die Polizeibeamten zur Verhinderung weiterer Straftaten ins Gewahrsam.

Sie schrieben Anzeigen gegen den 38-Jährigen wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Beleidigung, sexueller Belästigung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, Straßenverkehrsgefährdung mit Fahrunsicherheit infolge Genusses berauschender Mittel beziehungsweise Alkoholgenusses, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verschaffen falscher amtlicher Ausweise.

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