Ferrariroter Elektroflitzer tourt durch Nachrodt

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Paul Brüst hatte einen Prospekt gesehen, das kleine Elektromobil gefiel ihm, er rief an, ließ einen Vertreter kommen und bestellte dann den roten Flitzer. Seit geraumer Zeit ist er damit nun unterwegs und inzwischen ist das kleine Fahrzeug aus dem Straßenbild der Gemeinde kaum mehr wegzudenken. Von Peter von der Beck

Brüst hat seine Touren - er wohnt in der Nähe des Amtshauses, fährt über Bürgersteig oder auch Straße zum Einkaufen mal eben nach Edeka. Der 69-Jährige ist so sehr mobil und dank der Verkleidung für seinen Flitzer auch bei schlechtem Wetter. Die Bezeichnung Flitzer ist übertrieben. Denn nur dem Aussehen nach ist das stromgetriebene Mobil schnell. Faktisch beträgt die Höchstgeschwindigkeit 15 Kilometer pro Stunde. Der Fahrer kann die Geschwindigkeit mit einem Regler regeln oder mit Schaltern in zwei Stufen. Das Cockpit ist ergonomisch schlicht gehalten: Startschloss, Geschwindigkeitsregler, Blinker, Licht - mehr ist nicht nötig. Nicht nötig ist auch ein Führerschein. Den müsse man nicht haben, sagt Brüst. Allerdings hat er das Fahrzeug versichert.

Übrigens: Nach Aussage des Händlers gilt das kleine Auto als Krankenfahrstuhl. Man darf damit also auch im Kaufhaus fahren. Die Reichweite des Autos beträgt theoretisch 60 Kilometer, sagt Brüst - aber so ganz traut er dem Braten nicht, längere Touren vermeidet er. Und zur Sicherheit hat er das Ladegerät immer dabei, damit er auch unterwegs „mal Strom tanken“ kann. Preiswert ist es offenbar auch: Von exorbitanten Stromrechnungen kann Paul Brüst nicht berichten. „Das merke ich kaum“.

Bei dem Elektromobil-Vertrieb freut man sich indes über mehr Umsatz. Der Absatz von diesen Elektromobilen steige stetig, hieß es gestern auf Nachfrage aus dem Hause der Weileder-Tech- GmbH.

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