In der "Kurve" geht's bergauf

+
500 Euro übergab Steffen Schulze (Mitte, 3.v links) im Namen der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis für die Ferienspiele der Nachrodter Kurve. In diesem Jahr ist der Bann gebrochen – alle Aktionen finden statt.

Nachrodt-Wiblingwerde -  „Im vergangenen Jahr haben wir hier noch frustriert gesessen. Jetzt greift die gute Arbeit, die geleistet wird“, strahlt Erich Reinke, Geschäftsführer des evangelischen Jugendreferates Iserlohn, das die Jugendarbeit in der Doppelgemeinde unter seinen Fittichen hat. Und tatsächlich: Die Ferienspiele, die 2017 noch mangels „Masse“ zum großen Teil abgesagt werden mussten, laufen in diesem Jahr geradezu sensationell.  Und da kommt die Finanzspritze natürlich zur rechten Zeit.

 500 Euro übergab Steffen Schulze im Namen der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis. Adrien Ruhrmann als Auszubildender begleitete ihn. Das Geld für die Jugendarbeit stammt aus der Sparkassen-Lotterie. Für die Ferienspiele kommt die Summe natürlich gerade recht – für die Ausflüge und Unternehmungen.

 Am Mittwoch starteten zwölf Kinder mit Deborah Obalsky und Tobias Busch zum Trampolin-Springen ins Sprungwerk Hagen. Dabei kam ein Bulli von der Jugendfeuerwehr und einer vom Jugendreferat zum Einsatz. Dass man auch bei großer Hitze Sport treiben kann, ist für die Mädchen und Jungen augenscheinlich keine Frage. Selbst Hockey oder Football wurden mit großer Leidenschaft gespielt. Die Betreuer schleppten Sprudelflaschen und kümmerten sich darum, dass die Kinder auch ausreichend tranken.

Die meisten Anmeldungen gab es übrigens beim Bogenschießen. 14 Kinder liebten die Herausforderung mit Pfeil und Bogen. Schön finden die Verantwortlichen der Nachrodter Kurve, dass immer neue Kinder mitmachen. Die Gruppen sind sehr unterschiedlich – und nur ein einziges Kind hat sich für alle sechs Aktivitäten angemeldet und kann natürlich auch Vergleiche ziehen: „Mir hat Football bis jetzt am besten gefallen“, sagt Leon.

 Apropos gefallen: Wie es aussieht, gefällt den jungen Leuten die neue Jugendarbeit in der Gemeinde. Und da Tobias Busch auch als Streetworker arbeitet, konnte er auch längst Kontakte zu den Wiblingwerdern knüpfen. Am Bushäuschen oder auch dem Schulhof der Grundschule trifft er regelmäßig um die 15 Jugendliche. „Wenn sie mögen, dann geselle ich mich dazu. Aber sie waren von Anfang an sehr offen“, erzählt Tobias Busch. In die „Kurve“ kommen die Wiblingwerder aber nicht. Vielmehr zieht es andere Jugendliche hoch nach Wiblingwerde.

Auch Bürgermeisterin Birgit Tupat und Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz freuen sich über den erfrischenden Trend im Jugendzentrum. Auch, wenn es etwas gedauert hat, scheint die Kurve in der „Kurve“ nach oben zu gehen. „Wir tauschen uns auch regelmäßig aus, treffen uns mit Matthias Sauerland vom Jugendamt des Kreises und mit Erich Reinke vom Jugendreferat, um die Entwicklung in der Jugendarbeit zu besprechen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Gestern stand Kanufahren auf dem Programm. Sechs Kinder paddelten unter Anleitung des Altenaer Canu-Vereins auf der Lenne. Die sportliche Woche endet heute mit Klettern, bevor sich dann alle Teilnehmer der Ferienspiele am Freitag zur Abschluss-Disco treffen. Los geht es um 18 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare