Im spannenden Zeltlager kommt Schlafen zu kurz

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Förster Christof Schäfer nahm mit den Kindern den Wald etwas genauer unter die Lupe.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Frühstück mit Blick auf das tobende Fohlen, Pferdegeschichten am Lagerfeuer und jede Menge Spaß auf dem Reitplatz – auch ohne die geliebten Vierbeiner: Manch ein Pferdefan träumt davon, 24 Stunden mit seinem Pferd oder Pony verbringen zu dürfen. Für 14 Kinder und Jugendliche des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Haste wurde dieser Traum wahr. Von Donnerstag bis Samstag schlugen sie ihre Zelte auf dem Hof der Familie Pühl in Haste auf.

Sichtlich geschafft fielen die Kinder am Samstag ihren Eltern in die Arme. Drei ereignisreiche und spannende Tage lagen hinter ihnen. Klar, dass bei so viel Spaß das Schlafen viel zu kurz gekommen war.

Das Organisationsteam rund um die Jugendwartin Christiane Vendramini hatte sich einiges einfallen lassen: „Im Vordergrund stand ganz klar die Gemeinschaft, hier ging es nicht ums Reiten, sondern darum, sich besser kennen zu lernen und vor allem um den gemeinsamen Spaß“, erklärte Vendramini. So standen nicht etwa Reiten und Pferdepflege auf dem Programm der Teilnehmer, sondern Wandern, eine Dorfrallye, Klettern und natürlich gemeinsame Spiele.

Das Camp begann am Donnerstag mit einer Schnitzeljagd. Vom Wiblingwerder Dorfplatz aus ging es über verschiedene Stationen zum Ahorn. Auch am Freitag stand Laufen auf dem Programm, aber nicht allein, sondern mit Revierförster Christof Schäfer. Gemeinsam mit den Kindern nahm der Waldexperte die Strecken, die sonst geritten werden, genau unter die Lupe – denn wer genau hinsah, konnte viel mehr als einfach nur eine schöne Landschaft entdecken. Schäfer hatte sich extra einige ausgestopfte Tiere von Karl-Heinz Tacke geliehen, und so begegneten der Gruppe beispielsweise ein kleiner Frischling und ein Fuchs. Vendramini: „Das klingt vielleicht ein wenig ungewöhnlich, aber uns ist es wichtig, während des Zeltlages immer auch ein wenig Kultur oder Bildung zu vermitteln. Und warum nicht damit vor der eigenen Haustür beginnen?“

Am Samstag dann zum Abschluss des Camps der Höhepunkt: Gemeinsam mit einigen weiteren Stallkollegen ging es nach Halver in den Klettergarten. Bis auf acht Meter Höhe ging es dort hinaus. Klar, dass da manch einer ganz schön wackelige Knie bekam. Während einige mühelos Netze, schmale Balken und Leitern überquerten, kostete es andere ganz schön Überwindung, doch am Ende hatten alle Teilnehmer den kompletten Parcours gemeistert. ▪ Lydia Machelett

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