Besprechung bei Straßen.NRW

Felssicherung: Provisorium muss ersetzt werden

+
Fangzäune und Schutzgitter sind nur ein Provisorium.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es war schon alles geplant. Bis ins Detail. Die Bushaltestellen sollten versetzt, Ampeln aufgebaut werden. Denn Ende Juli sollte zum dritten Mal die B236 gesperrt werden, um den Hang zwischen Rastatt und ehemals Böhland zu sichern. Aktuell gibt es ein Provisorium aus Schutzgittern. Jetzt steht eigentlich die „finale Lösung“ an. Doch die Arbeiten am Fels wurden erst einmal auf Eis gelegt.

Auf der gegenüberliegenden Seite soll nämlich der lang ersehnte Radweg gebaut werden. Wer jetzt mit dem Rad an der B236 fährt und bei Getränke Gefromm auf den kombinierten Geh- und Radweg einbiegt, erlebt nichts Schönes. „Das ist so schmal und schwierig zu fahren, da landet man fast vor den Laternenmasten“, meint Bürgermeisterin Birgit Tupat. Der Weg soll verbreitert werden – als kleiner Teil der Lenneroute.

„Aber es macht tatsächlich keinen Sinn, jetzt die Hangsicherung in Angriff zu nehmen und nächstes Jahr mit dem Radweg zu beginnen. Für das Bankett der Straße muss etwas vom Fels genommen werden“, so Birgit Tupat. Das bestätigt auch Andreas Berg, Pressesprecher von Straßen.NRW.

Das Bankett einer Straße ist im Straßenquerschnitt der neben der Fahrbahn befindliche Teil der Straßenkrone, seitlich oft durch eine Böschung begrenzt. Der Landesbetrieb zeichnet für beide Projekte – Felssicherung und Radweg – verantwortlich. In der kommenden Woche soll es deshalb intern eine Besprechung mit den Planern geben. Übrigens: Der Kummer mit dem Hang nahm seinen Anfang, als Baumkontrolleur René Hülle im September vergangenen Jahres abstürzende Bäume entdeckte.

Durch die Trockenperiode waren Buchen, Fichten, Eichen und Ahorn am Felshang abgestorben. Ein Baum-Sachverständiger bestätigte die akute Gefahr. Die B236 wurde gesperrt, binnen kürzester Zeit wurde der Fällkran nach Nachrodt geordert. Nach dieser mehrtägigen Aktion gab es zwei Unfälle im Oktober, weil sich Steine aus dem Hang gelöst hatten und auf die Bundesstraße gefallen waren.

Um einen solchen Steinschlag zu verhindern, ließ der Landesbetrieb Straßen.NRW loses Gestein aus dem Hang räumen und brachte im November Fangzäune und Schutzgitter an. Verkehrsbehinderungen waren nicht zu vermeiden. Allerdings waren diese Maßnahmen nur eine Erstmaßnahme. Eine endgültige Sicherung des Hangs mit Stahlnetzen war deshalb jetzt für Ende Juli/Anfang August vorgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare