Drei von vier Arbeitnehmern müssen täglich pendeln

Die meisten Erwerbstätigen ab 45 Jahren verlassen Nachrodt-Wiblingwerde, um auswärts zu arbeiten.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Von den 3187 Erwerbstätigen aus Nachrodt-Wiblingwerde pendelten 2011 täglich 78 Prozent über die Gemeindegrenze zur Arbeit. Damit nimmt die Doppelgemeinde landesweit den 22. Platz ein. Das hat das Statistische Landesamt auf Basis der jetzt vorgelegten Ergebnisse der Pendlerrechnung 2011 mitgeteilt.

Außerdem pendeln demnach von den 1683 in der Doppelgemeinde beschäftigten Erwerbstätigen 982 (58,3 Prozent) täglich aus anderen Städten und Gemeinden ein, die übrigen 701 Arbeitsplätze (41,7 Prozent) werden von Menschen aus Nachrodt-Wiblingwerde selbst besetzt.

Unter den 2486 Menschen aus Nachrodt-Wiblingwerde, die jeden Morgen mit Auto, Bus oder Bahn zu ihrem auswärtigen Arbeitsplatz fahren, ist die Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen mit 1116 Personen (44,9 Prozent) am stärksten vertreten. Erwerbstätige unter 25 Jahren haben an der Auspendlerquote nur einen Anteil von 11,3 Prozent.

Die meisten Auspendler aus Nachrodt-Wiblingwerde gehen in Iserlohn ihrer Arbeit nach. 503 fahren in die Waldstadt, um dort ihr Geld zu verdienen. Dahinter folgen Lüdenscheid (460), Altena (425) und Hagen (386) als Städte, in denen die meisten Menschen aus der Doppelgemeinde eine Arbeit gefunden haben. Immerhin 126 Nachrodt-Wiblingwerder fahren auch täglich ins Ruhrgebiet, um Beispielsweise in Dortmund, Schwerte oder Essen zu arbeiten. Und 18 Erwerbstätige nehmen sogar die rund 100 Kilometer lange Fahrt nach Düsseldorf in Kauf.

Die meisten Einpendler kommen aus Iserlohn in die Doppelgemeinde. 251 Männer und Frauen aus der nördlichen Nachbarstadt gehen in der Doppelgemeinde einer Beschäftigung nach. Aus Altena kommen jeden Tag 195 Menschen zum Arbeiten in die Doppelgemeinde, dahinter folgen Lüdenscheid (125) und Hagen (83) auf den weiteren Plätzen.

41,9 Prozent der Einpendler nach Nachrodt-Wiblingwerde sind zwischen 45 und 65 Jahren alt, nur etwa jeder zehnte ist jünger als 25 Jahre. Die Zahl der Einpendler ist zwischen 2010 und 2011 übrigens um 3,6 Prozent gesunken, während die Zahl der Auspendler im selben Zeitraum um 2,2 Prozent gestiegen ist. ▪ Volker Griese

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