Farben-Verwirrspiel um Briefwahl-Umschläge

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Eva-Maria Messerer zeigt dem Wähler nicht die gelb-rote Karte, sondern die Umschläge für die Briefwahl: der gelbe ist für die Bürgermeisterwahl, der rote für die Landtagswahl bestimmt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Kleines Farben-Verwirrspiel für diejenigen, die ihre Stimme bei der Bürgermeisterwahl am 6. Mai per Brief abgeben wollen: Im Merkblatt werden sie aufgefordert, den Stimmzettel in einen hellroten Umschlag zu stecken, tatsächlich liegt den Unterlagen aber ein gelbes Kuvert bei.

Der Auslöser für dieses Durcheinander der Farben ist aber nicht etwa im Amtshaus zu suchen. Vielmehr hat die vorgezogene Landtagswahl den Planungen der Gemeinde auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wer nämlich an der Landtagswahl per Briefwahl teilnehmen möchte erhält dafür landesweiten einen roten Umschlag. Die Deutsche Post, die die Briefwahlunterlagen befördern muss, hätte das vor eine unlösbare Aufgabe gestellt: Sie muss nämlich Wahlbriefe für die Bürgermeister- und für die Landtagswahl getrennt abrechnen. Das Porto für die eine Wahl zahlt die Gemeinde, das für die andere Wahl das Land.

Also musste die Gemeinde farblich umdisponieren. „Sonderanfertigungen waren in der Kürze der Zeit nicht mehr zu bekommen, also mussten wir für die Bürgermeisterwahl auf gelbe Umschläge zurückgreifen“, erläuterte Eva-Maria Messerer vom Wahlamt. Das birgt nun natürlich die Gefahr, dass Wähler, die Briefwahl auch für die Landtagswahl beantragt haben, den im Merkblatt als hellrot bezeichneten Umschlag für den Stimmzettel der Bürgermeisterwahl benutzen. „Damit wäre die Stimme ungültig“, stellt Eva-Maria Messerer klar.

Die Wahlbenachrichtigungen für die Bürgermeisterwahl hat die Gemeinde inzwischen herausgeschickt, die für die Landtagswahl, die eine Woche später stattfindet, folgen in Kürze. Mit diesen Benachrichtigungskarten kann die Briefwahl beantragt werden. Die ersten etwa 150 Briefwahlanträge für die Bürgermeisterwahl sind bereits im Amtshaus eingegangen. Die Briefwahlunterlagen werden jetzt verschickt. Und sollte es zur Bürgermeister-Stichwahl kommen, die parallel zur Landtagswahl stattfinden würde, müssten kurzfristig nach dem 6. Mai noch weitere Briefwahlunterlagen versandt werden. Viel zu tun also für die Mitarbeiter der Gemeinde, die mit der Vorbereitung der Wahlen beschäftigt sind.

Immerhin hat sich ein anderes Problem inzwischen fast gelöst. „Es haben sich relativ viele freiwillige Wahlhelfer gemeldet“, atmete Eva-Maria Messer am Dienstag auf, dass die Wahlvorstände für die beiden Wahlsonntage im Mai wohl besetzt werden können. Nach ihrer Darstellung fehlen allenfalls „noch ein paar erfahrene Helfer“, die als Vorsitzende oder Schriftführer von Wahlvorständen eingesetzt werden sollen. Interessierte können sich an das Wahlamt der Gemeinde (Tel. 02352/938314) wenden. ▪ vg

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