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Familienzentrum Fibs: Fröhliches Treiben und wichtige Ziele

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Von: Thomas Krumm

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Die große Schaukel der Kita war im Dauereinsatz.
Die große Schaukel der Kita war im Dauereinsatz. © Krumm, Thomas

Die fröhliche Stimmung beim Tag der offenen Tür machte es am Samstag deutlich im evangelischen Familienzentrum Fibs an der Bachstraße: Alle sind froh, dass man sich nach den vielen Corona-Einschränkungen wieder begegnen und miteinander feiern kann.

„Nach dem Betretungsverbot genießen die Eltern es, wieder zu Gast sein zu dürfen“, erklärt Kita-Leiterin Karin Haarmann. Klagen hätten zu dieser heiteren Stimmung nicht gut gepasst. Und so war es wohl kein Zufall, dass die meisten Beschwerdeformulare für Kinder, die am Eingang zum Kita-Rathaus und damit zu Bürgermeisterin Birgit Tupat lagen, unausgefüllt blieben.

Aber die Botschaft für die Kinder war dennoch klar: Wenn du möchtest, dass irgendetwas besser läuft, oder etwas Schlechtes beendet wird, gibt es Ansprechpartner für deine Beschwerde.

Piloteinrichtung seit Mai 2021

Die Botschaft passte zu einem Projekt, an dem die Kita als Piloteinrichtung seit Mai 2021 beteiligt war. Unterstützt wurden die Bemühungen um BNE, also Bildung, Nachhaltigkeit und Entwicklung, vom Bildungsbüro des Märkischen Kreises. Bei diesem Projekt gehe es um 17 Klimaziele, erklärt Einrichtungsleiterin Karin Haarmann und nennt einen wichtigen Punkt zur Förderung dieser Bemühungen: „Wir haben festgestellt, dass es nicht nur um ökologische Ziele geht, sondern auch um soziale.“ Zur Erreichung dieser Ziele arbeitete die Kita Bachstraße mit anderen Institutionen zusammen: Es gab gemeinsame Workshops mit den Kindern der Offenen Ganztagsschule der Grundschule und mit Bewohnern des Seniorenheims Nachrodter Hof. Zwei ältere Damen sind zur Feier des Tages in die Kita gekommen und schauen nun auf die Wand mit den Bildern, die aus einem gemeinsamen Foto-Workshop hervorgegangen sind.

Die Kinder zeigten den Eltern bei mehreren Führungen ihre Kita.
Die Kinder zeigten den Eltern bei mehreren Führungen ihre Kita. © Krumm, Thomas

Für Karin Haarmann und ihr Team steht eine Frage im Zentrum für die Arbeit an einer ökologischeren und sozialeren Welt: „Inwieweit kennen Kinder ihre eigene Umgebung?“ Die Antwort versucht die Kita so weit wie möglich umzusetzen: „Das läuft nur über Kennenlernen.“ Und die Entwicklung von Wertschätzung für die Umgebung, in der die Kinder leben. Die Kita hat sich dafür zu einer Art Modell entwickelt, in dem die Einrichtungen der Lebenswelten von Nachrodt im Kleinen nachgebaut sind: Vom Bürgermeisterinnen-Büro über die Kirche bis zum Hühnerstall, in dem sich zurzeit Erstaunliches tut.

Kinder führen Besucher durch die Einrichtung

Und weil nicht nur die Kinder die Welt ihrer Gemeinde, sondern auch die Erwachsenen die Welt ihrer Kinder kennenlernen müssen, führten die Kinder Besucher durch ihre Einrichtung – an die Orte wo gespeist oder geruht wird. Auch Spiele und Bücher haben ihren eigenen Ort. Auch den Lieblingsraum der Kinder konnten die Eltern besuchen: Der ruhige Snoozleraum ist ein Rückzugsort für alle, die mal eine Auszeit brauchen.

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