Übergangslösung erweist sich als Volltreffer

Ekkehard Steinberg stellte dem Familienkreis die atemberaubende Landschaft Masurens vor. ▪ Foto Bröer

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden“, sagte Ludwig Roth, Leiter des CVJM-Familienkreises in Nachrodt. Roth konnte die Mitglieder des Kreises am Freitagabend zum ersten Male in den Räumen der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde an der Wiblingwerder Straße begrüßen. Etwa 30 Gäste waren diesmal der Einladung Roths gefolgt.

Der CVJM-Familienkreis hatte sich bis vor kurzem noch im Evangelischen Gemeindehaus an der Schillerstraße. Dieses Anwesen wurde jedoch zwischenzeitlich verkauft, so dass sich die Abteilung des CVJM – wie auch alle anderen Gruppierungen, die bisher das Gemeindehaus genutzt haben – eine neue Bleibe suchen mussten. Auf der Suche danach erhielt Roth einen Anruf von Alexander Will, Mitglied des Leitungsteams der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde. Diese Gemeinde sicherte Roth sofort ihre Hilfe zu. Es erfolgte dann in Absprache zunächst eine Besichtigung der Räumlichkeiten. Da diese allerdings großzügig bemessen sind und die Mitglieder der Freikirchlichen Gemeinde in allen Belangen ihre Unterstützung zusagten, fiel dem Familienkreis die Wahl der neuen Unterkunft sehr leicht. „Wir haben uns sogar ganz erheblich verbessert“, freut sich Roth. „Uns stehen hier nämlich gleich zwei Räume zur Verfügung. Ein etwas kleinerer, um unsere Treffen abzuhalten, und ein Saal, wo Vorführungen und Referate stattfinden werden können“.

Während im Gemeindehaus an der Schillerstraße noch ein Dia-Projektor für Lichtbildervorträge herhalten musste, steht dem Familienkreis im großen Saal ein Beamer zur Verfügung. „Und die Küche im Hause dürfen wir auch nutzen“, sagt Roth in Anspielung auf die Tatsache, dass bei den Treffen des Familienkreises schon fast traditionell die beliebten und bekannten Brühwürstchen, eines Herstellers aus der Region gereicht werden.

Der Familienkreis hat es also offenbar gut getroffen. Wie es später sein wird, muss wohl noch offen bleiben. Denn geplant ist, dass alle Gruppierungen, die das alte Gemeindehaus an der Schillerstraße genutzt haben, demnächst in dem neuen Anbau an das Pfarrhaus an der Kirchstraße unterkommen sollen.

Bis es so weit ist, wollen Mitglieder der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde die Veranstaltungen des Familienkreises besuchen und umgekehrt. Dieter Gütting, Mitglied des Leitungsteams der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, begrüßte die Neuankömmlinge und erklärte im Namen seiner Gemeinde, dass es ihnen ein Bedürfnis gewesen sei, einzuspringen. Man hoffe darüber hinaus, dass sich der Familienkreis in den Räumlichkeiten wohl fühle und auch die Möglichkeit habe, sie entsprechend nutzen zu können.

Am Freitagabend konnten zur Freude Wills und Güttings gleich der große und der kleine Saal sowie auch die Küche genutzt werden. Im großen Saal hielt Ekkehard Steinberg einen Vortrag über das im früheren Ostpreußen und heutigen Polen gelegene Masuren. Er führte seine Zuhörer unter Verwendung zahlreicher Bilder durch eine bewegte Geschichte und eine atemberaubende Landschaft mit dunklen Wälder und kristallklaren Seen. Dabei kam er insbesondere auch den Schriftsteller Siegfried Lenz zu sprechen, dessen bekannte Romane „Deutschstunde“ und „So zärtlich war Suleyken“ in eben dieser Region spielten. Steinberg verstand es auch dieses Mal erneut, sein Auditorium zu fesseln.

Neues Heim, neues Glück – der CVJM-Familienkreis hat mit der Unterstützung der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde wohl einen Volltreffer gelandet. Daher sind auch alle Beteiligten sehr zufrieden mit der nun gefundenen Übergangslösung. ▪ Hartwig Bröer

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