Technik zum Bestaunen und Informationen über Wehr

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Das Rauchhaus-Modell zeigte eindrucksvoll, wie schnell sich giftiges Rauchgas im Haus ausbreiten kann und die Sicht auf den rettenden Ausweg erheblich erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Schauübungen des Löschzugs Nachrodt am Sonntag waren sicherlich die Höhepunkte des Familientags, zu dem die Blauröcke ans Gerätehaus Holensiepen eingeladen hatten. Unter dem Motto „Feuerwehr zum Anfassen“ nutzten viele Bürger die Gelegenheit, die freiwilligen Einsatzkräfte über technische Details der Fahrzeuge und Ausrüstung zu befragen.

Aber auch größere reale Einsätze sind bei vielen Bürgern immer wieder von Interesse und es wird nachgefragt. Wie im Ernstfall eine in einem Fahrzeug eingeklemmte Person geborgen werden muss, oder wie die Rettung einer verletzten Person von einem Dach erfolgt waren deshalb Übungen, die den Zuschauern demonstriert wurden. Wer schwindelfrei war, hatte anschließend noch die Möglichkeit, sich mit der Drehleiter in 30 Meter Höhe fahren zu lassen und den Weitblick über die Berge des Sauerlands zu genießen.

Feuerwehrtag in Nachrodt 2012

Nachwuchsförderung ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde ein Dauerthema – klar, dass diesem Thema ebenfalls ein großes Feld gewidmet war. Wer spezielle Fragen zur Ausbildung und alltäglichen Arbeit der Blauröcken hatte, war am Holensiepen am Sonntag an der richtigen Stelle.

Gleichzeitig versuchte die Feuerwehr, vor allem dem Nachwuchs zu vermitteln, sich im Notfall richtig zu verhalten. Im Rahmen der Brandschutzerziehung bekamen die Mädchen und Jungen mit dem Rauchhaus eindrucksvoll demonstriert, wie sich bei einem Feuer die giftigen Rauchgase in kurzer Zeit ausbreiten können. Wie ein Notruf richtig abgesetzt wird, war ein weiterer Aspekt, der unter fachmännischen Augen und Ohren geübt werden konnte. Und was genau bei einer Verpuffung passiert, wissen die jungen Besucher nun ebenfalls.

Während sich vor allem die Papas und Opas mit den technischen Besonderheiten der historischen und modernen Feuerwehrfahrzeuge, des Rettungswagens der ohanniter, des Logistik-Gerätewagen sowie des Tanklöschfahrzeugs beschäftigten, standen den jungen Feuerwehrfest-Gäste zahlreiche Spielmöglichkeiten zur Wahl. Auf der Hüpfburg, mit Pedalos und Bobbycars konnten sich die Kinder austoben; beim Kinderschminken verwandelten sich die kleinen Gäste in Schmetterlinge und Fabelwesen. Am Nagelbalken griffen auch die Erwachsenen gerne zum Hammer, oder sie versuchten in Zweierteam am Sägebock ein möglichst genau 300 Gramm schweres Stück Holz abzusägen – ein gutes Augenmaß war hier von Vorteil. Bei der großen Auswahl an leckeren Speisen durfte auch in diesem Jahr keinesfalls die von den Besuchern heiß begehrte Erbsensuppe fehlen – das mittlerweile schon traditionelle Eintopfgericht kam beim Feuerwehrfest pünktlich ▪ Susanne Riedl

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