Tacke weist Kritik am Waldlehrpfad zurück

Karl-Heinz Tacke will die Kritik an seiner Arbeit am Waldlehrpfad nicht akzeptieren.

Nachrodt-Wiblingwerde - Diese Kritik will Karl-Heinz Tacke, der Initiator und maßgebliche Pfleger des Waldlehrpfades am Lohagen nicht auf sich sitzen lassen: „Für mich kommt es darauf an, Kinder für die Natur zu begeistern. Lateinische Namen auf irgendwelchen Schildchen sind da nicht so wichtig“, konterte er gestern einen Leserbrief von Friedrich Petrasch.

Petrasch hatte unter anderem moniert, dass die lateinischen Bezeichnungen der angepflanzten Bäume auf einigen Schildchen falsch seien. Außerdem hatte er angezweifelt, ob es sich bei dem im November angepflanzten Baum des Jahres 2014 tatsächlich um eine Traubeneiche handelt.

Dass der Wacholder am Lohagen irrtümlicherweise als „Tilia platyphyllos“ (Sommerlinde) bezeichnet werden, räumte Tacke ein, lieferte aber auch eine Erklärung: Das Schild sei von der Göttinger Gesellschaft für Naturschutz zwei Mal falsch geliefert worden, erklärte er. Das habe er auch bereits reklamiert, und nun warte er darauf, dass endlich das richtige Schild eintreffe, versicherte Tacke. „Bei Führungen weise ich übrigens immer ausdrücklich darauf hin, dass dieses Schild falsch beschriftet ist.“

Bei der kürzlich angepflanzten Eiche handele es sich tatsächlich um eine Traubeneiche versicherte Tacke. „Die Blätter haben die für die Traubeneiche typischen runden Ausbuchtungen“, sagte er. Und auch Petraschs Kritik am Standort des Baumes wies er zurück: „Das war alles mit Forstdirektor Bernd Schmitt so abgesprochen.“ Petrasch hatte kritisiert, dass die Eiche „verbotenerweise in ein Naturschutzgebiet gepflanzt“ worden sei.

Fehl am Platz sei am Lohagen auch ein Rotdorn, den eine Kindergruppe dort angepflanzt habe, hatte Petrasch kritisiert. Dabei handele es sich um eine Pflanze für den Hausgarten. Tacke wies allerdings darauf hin, dass der Rotdorn am Lohagen nicht mehr im Bereich des Naturschutzgebietes stehe, „sondern auf dem ehemaligen Sportplatzgelände“.

Karl-Heinz Tacke vermutet hinter der Kritik von Friedrich Petrasch eine „Retourkutsche“. Vor einigen Jahren habe Petrasch im Lennetal zusammen mit Jugendlichen Stacheldraht an Bäume genagelt, um einen Tümpel abzugrenzen. „Darüber habe ich mich damals sehr geärgert und ihn auch mehrmals gebeten, das zu ändern“, blickt Tacke zurück. Schließlich habe er die Gemeinde einschalten müssen, um Petrasch zum Handeln zu bewegen. Dessen Kritik am Waldlehrpfad wertet Tacke jetzt als Antwort, die er aber nicht akzeptieren will: „Ich lasse meine jahrelange ehrenamtliche Arbeit nicht mit Dreck bewerfen!“ Er sei dafür mit dem Naturschutzpreis der Bezirksregierung ausgezeichnet worden und habe seine Arbeit bereits zwei Mal bei der Naturschutzkonferenz in Arnsberg vorgestellt, verwies Tacke auf seine Verdienste. - Volker Griese

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