Nach Fund an Talsperre

ABC-Einsatz: Weitere Giftfässer im MK aufgetaucht - auffällige Ähnlichkeiten

Giftfässer am Honsel in Iserlohn-Letmathe gefunden
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Giftmüll wurde erneut gefunden

Weitere Giftfässer sind im MK entdeckt. Nach dem Fund von zehn Behältern im Trinkwasserschutzgebiet an einer Talsperre ist die Feuerwehr nun wieder im Einsatz. Die Fälle ähneln sich verdächtig.

Zwischen Veserde und Letmathe, am Honsel, sind am Freitag (22. Januar) auf Iserlohner Stadtgebiet Giftfässer und Tüten mit Chemikalien gefunden worden.

Polizei und Feuerwehr beim Einsatz wegen Giftmüll.

Update, Freitag, 22. Januar, 14.47 Uhr: Wahrscheinlich handelt es sich um Stoffe, die in der Galvanik eingesetzt werden und die illegal einfach entsorgt wurden. Das zumindest lassen Etiketten auf den Kanistern und Tüten vermuten, die Ralf Seihsler um 12 Uhr plötzlich an seinem Grundstück fand.

Er hatte die Rettungskräfte alarmiert. Wie schon beim Fund am Donnerstag an der Fuelbecke-Talsperre lässt sich der Tatzeitraum ziemlich genau eingrenzen. Ralf Seihsler fuhr um 10 Uhr los, da stand der Müll noch nicht direkt an seinem Schuppen. Als er um 12 Uhr zurückkehrte, entdeckte er den Müll und alarmierte die Retter.

Giftfässer im MK: Parallelen zum Fund an der Fuelbecker Talsperre

Seihsler kennt sich mit den Stoffen aus, die vermutlich in seinem Garten standen. Denn er hatte früher selbst in der Galvanik gearbeitet. Sofort rückte die Feuerwehr Iserlohn, die Polizei, das Ordnungsamt der Stadt Iserlohn und die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises an.

Auch die Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde war vor Ort und stellte die Säcke und Kanister in Wannen, die ein Auslaufen von möglicherweise giftiger Flüssigkeit verhindern. Die Kräfte und Experten vor Ort sehen große Parallelen zum Fund an der Talsperre am Donnerstag.

Giftfässer im MK: Proben werden untersucht

Nach ersten Erkenntnissen ist bisher nichts ausgelaufen. Gott sei Dank. Auch das Gebiet am Honsel ist sensibel - nämlich ein Wasserschutzgebiet. Nach ersten Erkenntnissen handelt sich bei den Abfällen um Chemiereiniger und Salzrückstände. Konkret könnte sich ein Reinigungsverstärker für Ultraschallbäder befinden, der zur Entfettung und Oberflächenbehandlung dient.

Was genau in den Säcken und Kanistern entsorgt wurde und ob es sich um giftige Substanzen handelt, müssen aber Proben zeigen. Dafür rückte Thomas Schaefer, zuständig für das Havarie-Management der Firma Lobbe an, um den Müll mitzunehmen. Auch Landesamt für Umwelt will sich ein Bild vor Ort machen.

Erstmeldung Freitag, 22. Januar, 14 Uhr: Die Feuerwehr Iserlohn wurde um 12.22 Uhr alarmiert. Welche Chemikalien sich in den Fässern befinden, ist noch nicht bekannt. „Wir wissen auch noch nicht, ob es einen Zusammenhang mit den Funden an der Fuelbecker Talsperre gibt“, sagt Polizei-Pressesprecher Christof Hüls.

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