Erste Sperrung der L 692: „Hätte deutlich besser laufen können“

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Es ärgert den Leiter der Ordnungsbehörde, dass sich zu viele Autofahrer mit Ausreden in Richtung „Mein Navi hat mich so geleitet“, herausredeten. 

Nachrodt-Wiblingwerde - Auch am Tag zwei nach der Sperrung der L 692 bleiben die am Wochenende bei der Vollsperrung aufgetretenen Probleme Gesprächsstoff. „Es hätte deutlich besser laufen können“, bilanziert beispielsweise Axel Boshamer.

Der Fachbereichsleiter im Amtshaus hat schon seine Beziehungen zu Polizei, Kreis und Landesbetrieb Straße.NRW spielen lassen. „Es gab einfach zu viele kritische Situationen speziell in der Brachtenbeck und am Kreinberger Weg.“ Es ärgert den Leiter der Ordnungsbehörde, dass sich dabei zu viele Autofahrer mit Ausreden in Richtung „Mein Navi hat mich so geleitet“, herausredeten. Die Ausschilderungen seien gut erkennbar gewesen, da gäbe es keine Kritik anzubringen.

Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises: „Das erleben wir immer mehr, dass sich Autofahrer an die Beschilderung nicht halten.“

Boshamer hat jetzt bereits ein Expertengespräch angeregt, das im März stattfinden soll. Im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme, die bekanntlich im Mai starten soll, müsse dann noch einmal alles auf den Tisch kommen, sagte er.

Polizeihauptkommissar Andreas Schober, Leiter der Wache Altena, kann verstehen, dass von ihm und seinem Team „mehr Präsenz gefordert wird. Das ist alles nicht so einfach bei nur einem Streifenwagen für Altena und Nachrodt“, sagte er. Allerdings setzte er sich noch gestern mit dem für die Doppelgemeinde zuständigen Bezirksbeamten Reinhard Raffenberg zusammen.

Schober versprach, künftig „mehr Präsenz zu zeigen, zumindest zu Beginn der Bauarbeiten bis sich alles ein wenig eingespielt habe.“

Der Beamte erinnerte am Montag an die Bauarbeiten in Einsal. Auch dort habe es fast täglich Verstöße von Autofahrern gegeben, die die Beschilderung ignorierten.

Warum der Landesbetrieb Straßen.NRW die Umleitungsschilder nach dem frühen Fall der mehr als 230 Bäume nicht bereits am Samstagabend entfernen ließ, erläuterte Pressesprecher Michael Overmeyer. Zum einen würden Beschilderungen für Sperrungen immer tageweise genehmigt und angeordnet. Wichtiger sei aber, dass so eine Baustelle auch abgenommen werden müsse. „Das konnte das dafür zuständige Team unseres Hauses aber erst am gestrigen Montag erledigen.“ Erst nach einem Okay dürften die Schilder demontiert werden.

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