Experten informieren über die neue Schulform

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Alle Eltern der Klassen 3 und 4 der Grundschulen in Nachrodt-Wiblingwerde und Altena sind am 14. November zu einer Elterninformation ab 19 Uhr in die Burg Holtzbrinck in Altena eingeladen. Experten werden an diesem Abend über die neue Schulform und das Schulprogramm informieren.

Ein Fragebogen zur Feststellung des Elternwillens wird kurz nach den Herbstferien an die Eltern verteilt. Damit die Eltern die richtige Entscheidung für ihr Kind treffen können, sollten sie an dieser Informationsveranstaltung teilnehmen.

Die Sekundarschule ist ein neues Schulangebot, in dem die individuelle Förderung als pädagogisches Grundprinzip im Unterricht systematisch verankert werden soll. Die Leistungspotenziale der Kinder sollen dadurch besser entwickelt werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen mehr lernen und optimal gefördert werden, das gilt für berufsqualifizierende Bildungsgänge genauso wie für solche, die die Hochschulreife als Ziel haben. Dabei soll kein Kind überfordert, aber auch kein Kind unterfordert werden.

Ziel ist ein Schulsystem im Bereich der allgemein bildenden weiterführenden Schulen, das der Unterschiedlichkeit der Kinder und Jugendlichen gerecht wird. Im konkreten Fall können die Schulformen Haupt- und Realschule zu einer Sekundarschule vereint werden.

Der Schülerrückgang und das veränderte Elternwahlverhalten zwingen zu Veränderungen der Schulstruktur. Trotz guter Arbeit wird die Hauptschule vielfach nicht mehr angenommen. Das Land gewährleistet in allen Landesteilen aber weiterhin ein ausreichendes und vielfältiges öffentliches Bildungs- und Schulwesen, das ein gegliedertes Schulsystem, integrierte Schulformen sowie weitere andere Schulformen umfasst.

Die Gründung einer Sekundarschule, die hier aus der Zusammenführung der Hauptschule und der Realschule der Stadt Altena und der Hauptschule der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde erfolgt, ist möglich, wenn hierfür ein Bedürfnis besteht. Dieses Bedürfnis wird ermittelt durch Schülerzahlentwicklung und Befragung der Grundschuleltern der Klassen 3 und 4.

Schulen können auch durch den Zusammenschluss von Schulen benachbarter Schulträger entstehen. Dies beabsichtigen die Stadt Altena und die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Aufträge zur Vorbereitung einer entsprechenden Kooperation sind in den jeweiligen Ratssitzungen am 10. Oktober so beschlossen worden.

Als Unterrichtsorte sind für die Jahrgangsstufen 5 und 6 in Nachrodt-Wiblingwerde die jetzige Schule am Holensiepen und für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 das Gebäude der derzeitigen Realschule in Altena vorgesehen. Ziel ist damit die Sicherung eines wohnortnahen und qualitativ hochwertigen Schulangebots.

Eine Grundvoraussetzung zur Gründung einer Sekundarschule ist der Elternwille. Erst wenn ein Wechsel von mindestens 75 Kindern in die drei Eingangsklassen dieser weiterführenden Schulform in den nächsten Jahren als gesichert gilt, kann ein aussichtsreicher Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung gestellt werden.

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