Förster darf weiter helfen

Experten helfen beim Zugang zum Holzmarkt

+
Holzerntearbeiten mit Seilkran: Wenn in den steilen Hängen am Langenstück in Nachrodt-Wiblingwerde Holz geschlagen wird, geht es nicht ohne die Hilfe schwerer Maschinen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es gibt Worte im sogenannten Amtsdeutsch, die versteht kein Mensch. „Beförsterungsvertrag“ gehört ganz sicher dazu. Dabei könnte man dieses bürokratische „Wort-Monster“ auch ganz einfach erklären. Nämlich so: Die Forstämter in NRW dürfen auch künftig privaten Waldbesitzern und Kommunen tatkräftig bei der Vermarktung von Holz helfen.

Für Förster Christof Schäfer, der Nachrodt betreut, hat das jetzt den Bundestag passierte neu gefasste Gesetz „Sicherheit und Klarheit“ gebracht. Bisher, so sagt er im Gespräch, sei manches eben sehr schwammig im Bundeswaldgesetz geregelt gewesen. Damit spielt er besonders auf die sogenannten Forstdienstleistungen für private Waldeigentümer und Kommunen an. Das Gesetz sagt jetzt: Diese Angebote dürfen weiterhin stattfinden. Es handelt

Bäume markieren

sich dabei um waldbauliche Maßnahmen sowie die Markierung zu schlagender Bäume, die Ernte und die Bereitstellung und das Registrieren von Rohholz durch Förster. CDU-Politikerin Christel Voßbeck-Kayser (MdB) gegenüber unserer Zeitung. „Der Bundestag hat am Donnerstag vergangener Woche den Weg frei gemacht für die Änderung des Bundeswaldgesetzes. Gerade auch in unserer Region helfen die forstwirtschaftlichen Dienstleistungen den vielen Kleinbesitzern beim Zugang zum Holzmarkt.“ Und dass das nicht ganz unwichtig ist, beweist allein die Tatsache, das es im gesamten Märkischen Kreis mehr als 3000 private Waldbesitzer gibt. Für die CDU-Politikerin ist es von Bedeutung,

Klein-Waldbesitzer

das Profis, wie sie in den Forstämtern tätig sind, den Waldbesitzern mit ihrem Fachwissen helfen. „Sie verschaffen ihnen Zugang zum Holzmarkt. Diese Holzmobilisierung ist wichtig, damit die Holzwirtschaft – eine tragende Branche hier bei uns im Raum – mit ihrem nachwachsenden und klimafreundlichem Rohstoff weiter aus heimischen Wäldern versorgt werden kann.“ Und wie ist das mit den Holzpreisen aktuell? Christof Schäfer: „Die Holzpreise sind gut. Das trifft auch auf Industrieholz zu.“ Weitere positive Nachricht: Die Preise für Brennholz bleiben in diesem Jahr stabil. Einzig bei bestimmten Holzsegmenten, etwa der Verwertung von Faulholz, brach der Markt ein. „Das hängt immer mit dem Ölpreis

Faulholz-Preise

zusammen und der ist bekanntlich seit Wochen sehr, sehr niedrig.“ Auch im Nadelholz-Bereich sei die Nachfrage aber auf einem hohen Niveau – die Preise für alle Anbieter akzeptabel, so Schäfer. Christel Voßbeck-Kayser (MdB): „Die Beratung der Waldbesitzer durch die Forstämter hat auch zur Folge, dass unsere Wälder in einem guten Zustand bleiben. Das fördert sie weiter als Erholungsgebiet.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare