Tula und Tim machen Kinder stark für das Leben

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Mit den Erzierinnen Silke Schulte (l.) und Martina Schmidt (r.), aber auch mit den Handpuppen Tula und Tim stärken die Fibs-Kinder derzeit ihre sensomotorischen, emotionalen und sozialen Kompetenzen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Im Evangelischen Familienzentrum Fibs ist am Montag das Förderprogramm „Kindergarten plus“ angelaufen. Vier- bis fünfjährige Kinder sollen damit gezielt in ihrer Persönlichkeit und in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen gefördert werden. Immer dabei: die Handpuppen Tula und Tim.

Die 14 Mädchen und Jungen hatten sich mit den Erzieherinnen Martina Schmidt und Silke Schulte in der Bewegungshalle der Einrichtung getroffen. Im großen Kreis auf dem Boden sitzend, spürten sie dem eigenen Körper nach: Was hält ihn überhaupt aufrecht? Womit kann man die Glieder bewegen? Wie man die Körperteile bewegen kann, probierten die Kinder gleich anschließend aus: Zu Bewegungsliedern liefen und hüpften sie herum, blieben aber auf Kommando auch wie eingefroren stehen.

Was sich hier abspielte, gehörte zum ersten von insgesamt neun Modulen des Programms. Hier ging es um sensomotorische Kompetenzen, also um die Kontrolle von Bewegungen und Sinneswahrnehmungen. Großen Raum nehmen die Module zu den emotionalen Kompetenzen ein, in denen es um Gefühle, um Angst und Mut, Wut und Freude, Traurigkeit und Glück geht. Auch soziale Kompetenzen wie der kooperative Umgang miteinander oder das Einhalten der in einer Gemeinschaft gültigen Regeln haben ihren Raum innerhalb des Programms. Und zuletzt, im neunten Modul, geht es dann um lernmethodische Kompetenzen, darum also, was die Kinder aus dem gesamten Programm gelernt haben und mitnehmen.

Ziel von „Kindergarten plus“ ist die Stärkung der Persönlichkeit der Vier- bis Fünfjährigen. Erreicht wird dieses Ziel durch eine gezielte Förderung. Unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten werden die für den Lernerfolg im Kindergarten und im späteren Leben unverzichtbaren Basisfähigkeiten gefördert: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und Eigenkompetenz, Motivations- und Leistungsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit.

Zum wiederkehrenden Ablauf eines jeden Moduls gehören ein Begrüßungs- und ein Abschiedsritual, ein Gesprächskreis mit praktischen Übungen, eine Obstpause, Bewegungsspiele, ein Lied, kreative Aufgaben – und die Handpuppen Tim und Tula. Sie begleiten die Kinder durch das Programm, dienen als Identifikationsfiguren.

Auch die Eltern werden einbezogen. Bereits vor dem Start von „Kindergarten plus“ hat ein Elterngespräch stattgefunden, zum Abschluss wird es ein weiteres geben. Außerdem erhalten sie Material, um die Themen auch zuhause aufzugreifen. Das soll die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kindergarten stärken. - Volker Griese 

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