Barrierefreiem Kirchenkreis ein Stück näher gekommen

Pfarrerin Dr. Tabea Esch scherzte bei ihrer Testfahrt: Aus der Kurve wirf der Lift seine Passagiere nicht. Dafür bringt er sie sicher und beschwerdefrei ins Obergeschoss.  Foto: Bröer

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Wiblingwerde verfügt seit kurzem über einen neuen Treppenlift. Dieser wurde am vergangenen Sonntagmorgen offiziell durch Pfarrerin Dr. Tabea Esch eingeweiht.

Die Benutzung des Treppenliftes soll es älteren, aber auch jüngeren Menschen, die unter einer Gehbehinderung leiden, ermöglichen, den großen Saal im Obergeschoss des Gemeindehauses zu erreichen.

Insbesondere älteren Menschen fällt es oftmals schwer, die Stufen in das Obergeschoss des Gemeindehauses zu überwinden. Nach der Installation des Treppenliftes stellt dies jedoch kein Problem mehr dar.

Initiiert wurde die Anschaffung des Liftes durch das Presbyterium der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Voraussetzung für die Installation war zunächst eine Antragstellung beim Kirchenkreis in Iserlohn. Dieser wiederum will erreichen, dass unter anderem Kirchen als auch Gemeindehäuser barrierefrei zu erreichen sind.

Im Hinblick auf das Untergeschoss des Gemeindehauses in Wiblingwerde ist dies jedoch schon gegeben. Nun fehlte nur noch der „barrierefreie“ Zugang zum oberen Saal. Der Einbau des Treppenliftes war mit Kosten in Höhe von rund 12500 Euro verbunden. Rund zwei Drittel hiervon übernahm der Kirchenkreis.

Der dann noch offenstehende Differenzbetrag von 4200 Euro wurde vom Förderverein „Dorfkirche aktiv“ übernommen. Der Förderverein unterstützt die Gemeinde finanziell und bringt sich darüber hinaus ehrenamtlich ins Gemeindeleben ein. „Natürlich suchen wir noch Mitglieder, die unsere Tätigkeiten innerhalb der Gemeinde mittragen“, sagt Barbara Rossow, die zweite Vorsitzende des Vereins.

Pfarrerin Dr. Esch ließ es sich nicht nehmen, die erste „Fahrt“ mit dem neuen Lift zu unternehmen. „Sehr schnell ist er ja nicht“, schmunzelte sie. „Aus den Kurven wird man bei einer Fahrt definitiv nicht getragen“, erklärte die Testfahrerin lachend.

Von Hartwig Bröer

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