Evangelische Kirchen rücken zusammen: Das ist geplant

+
Die evangelischen Kirchengemeinden Wiblingwerde, Nachrodt-Obstfeld und Altena wollen enger zusammenarbeiten.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die evangelischen Kirchengemeinden Nachrodt-Obstfeld, Wiblingwerde und Altena stehen vor Veränderungen. Die Zusammenarbeit  soll  ausgebaut werden soll. Stichwort "Regionalgemeinde".

So haben es Pfarrer Wolfgang Kube sowie Rainer Nowak und Carsten Menzel als Vertreter ihrer jeweiligen Presbyterien in einer gemeinsamen Erklärung formuliert. Ziel sei es, „zukünftig in allen drei Kirchengemeinden eine lebendige Gemeindearbeit und wahrnehmbare Seelsorge langfristig zu erhalten“. 

Dazu trägt unter anderem bei, dass die zweite volle Pfarrstelle der evangelischen Kirchengemeinde in Altena wieder besetzt wird und der neue Seelsorger auch in Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde mitarbeiten soll. Pfarrerin Dr. Tabea Esch verlässt die Gemeinde Wiblingwerde Ende März 2020. Sie hat dort eine 37,5 Prozent-Stelle. 

Offener Prozess zur "gemeinsamen Perspektive"

„Diese neue Pfarrstelle wird eingebunden sein in die Aufgaben der sogenannten Regionalgemeinde und diese betreuen“, sagt Pfarrer Wolfgang Kube.

Regionalgemeinde könne als „Arbeitstitel“ auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft der drei Gemeinden verstanden werden. Unter den Gläubigen in Wiblingwerde gibt es schon lange die Angst vor einer Zusammenlegung mit Nachrodt. Dieses Wort nehmen die drei Vertreter der Presbyterien nicht in den Mund. 

Es existieren Grundsatzbeschlüsse aller drei Presbyterien, „darüber nachzudenken, wie eine gemeinsame Perspektive aussehen kann“, heißt es in der Erklärung.

De Gemeindevertreter: (v.l.) Carsten Menzel (Presbyterium Altena), Rainer Nowak (Presbyterium Wiblingwerde) und Pfarrer Wolfgang Kube aus Nachrodt-Obstfeld.

Konkret geplant werden ein gemeinsamer Konfirmandenunterricht und eine gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit, zu der auch die Ferienaktionen gehören sollen. Sie sollen „miteinander verknüpft“ werden. Auch für die Gottesdienste versprechen sich die Presbyterien von der Zusammenarbeit eine „Stärkung dieses so wichtigen kirchlichen Bereiches“. 

Versprechen: große Transparenz

Was aus der engeren Zusammenarbeit auf mittlere Sicht werden kann, ließen alle drei Gemeindesprecher offen. „Wir sind offen für alles, was sich in den Gesprächen ergibt“, betont Wolfgang Kube. Und Carsten Menzel ergänzt: „Das ist ein offener Prozess, wir achten auf maximale Transparenz. Wir stehen ganz am Anfang.“ 

Wie dieser Anfang gestaltet wird, liegt in den Händen einer Steuerungsgruppe. Ihr werden je zwei Mitglieder aus jeder der drei Gemeinden angehören. Ein erster Gedankenaustausch habe bereits stattgefunden. 

Steuerungsgruppe begleitet Gemeinden

Die Aufgabe der Steuerungsgruppe besteht darin, die künftigen Treffen der Presbyterien vorzubereiten „und einen Prozessplan zu entwickeln“. Alle drei Gemeinden sollen darüber entscheiden, „in welchen Bereichen die Zusammenarbeit stattfindet und wie diese Zusammenarbeit verstärkt werden kann“. 

Nachrodt-Obstfeld stellt in der Kooperation mit 1760 Gemeindemitgliedern den zahlenmäßig zweitstärksten Partner. Die Gemeinde Wiblingwerde bringt 1160 Gläubige mit, Altena zählt 3690 Gemeindemitglieder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare