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UWG zu Gemeindefinanzen: „Es macht keinen Spaß, aber da müssen wir durch“

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Zur Klausurtagung traf sich die UWG bei Winkhaus.
Zur Klausurtagung traf sich die UWG bei Winkhaus. © goor-schotten

Wenig Geld, wenig Spielraum. Das ist in der Politik nicht anders als im privaten Bereich. Jetzt arbeitete die UWG den Haushalt durch.

Nachrodt-Wiblingwerde – Gut vorbereitet setzte sich die UWG-Fraktion im Rat der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde in der Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ zusammen. Den umfangreichen Haushaltsplanentwurf hatten die Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger und Einwohner schon jeder für sich zuhause durchgearbeitet. Jetzt galt es, alle Überlegungen zusammenzutragen. Viel zu diskutieren gab es in der gut dreistündigen Sitzung nicht. „Was soll man machen? Wir haben kein Geld und wenig Spielraum“, fasste Fraktionssprecherin Petra Triches Beratung und allgemeine Situation zusammen. Einige Fragen brachten die UWG-Mitglieder bei der Erörterung der Einzelposten an. Wie erklärt sich hier die Höhe der Heizkosten? Wie setzen sich da die Kosten für den Tiefbau zusammen?

Keine Änderungsanträge

Kleine Dinge, die Bürgermeisterin Birgit Tuppat und Kämmerin Gabriele Balzukat, die am Treffen teilnahmen, alle plausibel und schlüssig erklären konnten. „Wir werden keine Änderungsanträge stellen“, erklärte Triches anschließend für ihre Fraktion: „Wir könnten viele Wünsche äußern, aber es nutzt ja nichts.“ Das hohe Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro in diesem Jahr und weiteren 37,5 Millionen Euro bis 2026 steht nicht zur Diskussion. „Wir haben vieles angestoßen, was zu Ende gebracht werden muss. Und es muss ja auch passieren wie etwa der Bau des Feuerwehrgerätehauses“, erklärte die Fraktionssprecherin. Auch sie klagt über die wachsenden Aufgaben und Kosten, die von Bund und Land kommen: „Es ist schon heftig, was im letzten Jahr dazu gekommen ist.“

Es geht immer noch schlimmer

Positiv sei, dass wenigstens die Kosten für Hochwasser und Corona isoliert werden können und den Haushalt nicht zusätzlich belasten. In der Haushaltsrede im vergangenen Jahr habe sie die Hoffnung geäußert, dass es nach der Corona-Pandemie wieder bergauf gehe. „Keiner hat gedacht, dass es doch noch schlimmer geht. Es gibt viele Dinge, die einen immer wieder zurückwerfen“, stellte Triches jetzt fest: „Es macht im Moment keinen Spaß. Aber da müssen wir durch.“

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