Resonanz nur verhalten

+
Für Bewegung war durch verschiedene Spiele gesorgt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ „Das war eigentlich den ganzen Tag über eher mau“, sagte Renate Richwien, Leiterin des Jugendzentrums (JuZe) „Nachrodter Kurve“. Denn das JuZe veranstaltete am Samstagnachmittag auf dem Spielplatz an der Dümplerleie ein Spielplatzfest.

Hintergrund der Aktion war, Kinder und Jugendliche für die Einrichtung zu interessieren. Nur, von denen fanden sich nur wenige ein. So dass für Überzeugungsarbeit ausgesprochen wenig Raum blieb. „Die fehlende Resonanz könnte möglicherweise auch mit dem guten Wetter zu tun haben“, mutmaßte Richwien.

Ausserdem sei derzeit Ramadan und da blieben die türkischen Mitbürger der Veranstaltung wahrscheinlich lieber fern. „Wir haben zwar auch Bratwürstchen aus Putenfleisch“, sagt Richwien. „Aber die türkischen Kinder und Jugendlichen müssen halt bis zum Sonnenuntergang fasten“.

Inga Gruszynski besuchte gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter die Veranstaltung. Auch sie fand es schade, dass sich so wenig Gäste blicken ließen. Denn Gruszynski war als Jugendliche selbst regelmäßig im JuZe und half dort mit. Denn Renate Richwien und Joachim Struwe – ebenfalls Mitarbeiter im JuZe – hätten ihr immer das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden. „Ich finde heute noch, dass das meine Jugend ein wenig mitgeprägt hat“, so Gruszynski. Und sie hofft auch, dass ihre kleine Tochter in zehn Jahren selbst das JuZe besucht. „Hoffentlich sind dann Renate und Joachim noch da“. Denn die hätten immer ein „offenes Ohr“ für die Probleme gehabt.

Die Zukunft des Spielplatzes ist ungewiss. Denn er muss der neuen Brücke, die künftig über die Lenne führen soll, weichen. Deren Kopf wird sich genau dort befinden, wo heute der Spielplatz gelegen ist. Das AK hatte die Möglichkeit, mit Bürgermeisterin Birgit Tupat hierüber zu sprechen. Der Spielplatz sei, so das Gemeindeoberhaupt, am heutigen Standort nicht zu halten.

Am Donnerstag träfen sich jedoch Mitglieder des Rates der Doppelgemeinde und auch Landschaftsarchitekten, um das Umfeld der Brücke zu erörtern. „Wir wollen den Spielplatz auf jeden Fall erhalten“, so Tupat. Normalerweise sei das Terrain stark frequentiert. Tupat selbst kann sich auch vorstellen, dass der Spielplatz im Bereich der Lennepromenade neu angelegt wird. „Aber wir hoffen“, so die Bürgermeisterin, „dass die Landschaftsarchitekten hierzu gute Ideen entwickeln können.“ ▪ hb

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare