Erster Klimagipfel in Nachrodt - So geht's weiter

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Nachrodt-Wiblingwerde – Ein erster kleiner Klimagipfel hat stattgefunden. Und auch die Bürger zeigen sich sehr engagiert.

Sie nennen es „Treffen der Lenkungsgruppe“ – und doch war es tatsächlich die erste kleine Klimakonferenz in der Gemeinde. Zweieinhalb Stunden tagte Kim Wrede vom Planungsbüro Gertec mit Dirk Grote (UWG), Tanja Edelhoff (CDU), Aykut Aggül (SPD) sowie Lena Thiel und Roland Roczniok vom Bauamt der Gemeinde. 

Es war ein erster Ideen-Austausch für ein zukünftiges Klimaschutzkonzept, das für Nachrodt-Wiblingwerde aufgestellt werden soll. Natürlich wurden auch die Wünsche und Anregungen besprochen, die die Bürger auf der Online-Ideenkarte verewigt haben. Dort „tobt der Bär“ könnte man salopp formulieren. 

Denn anders als in einigen anderen Städten, haben die Bürger der kleinsten Gemeinde augenscheinlich großes Interesse an Klimaprojekten. 28 Vorschläge wurden bereits eingetragen – darunter die Bepflanzung der Bushaltestellen, die Umstellung sämtlicher Laternen auf LED-Licht oder die Schaffung und Moderation eines neutralen Beratungsangebotes zur Nutzung von Photovoltaik und Solarthermie. 

Förderanträge für E-Ladesäulen

Apropos Photovoltaik: Dieses Thema wurde sehr intensiv von der neuen Lenkungsgruppe diskutiert. „Wir wollen ja ohnehin jetzt nach der Immobilien-Tour überprüfen, was auf die Dächer der gemeindeeigenen Gebäude kommen kann“, sagt Roland Roczniok, stellvertretender Bauamtsleiter. 

Und eine andere Sache läuft auch schon rund: Die Förderanträge für die Einrichtung von Ladestationen für E-Autos sind auf dem Weg. Die Diskussionsrunde lief wie ein Brainstorming, bei dem auch ungewöhnliche Vorschläge angesprochen, wieder verworfen und neu diskutiert wurden. 

Interkommunale Zusammenarbeit

Beispielsweise der Bau von Tiny-Häusern. Das ist für Menschen, die sich von überflüssigem Luxus trennen und in ein Minihaus mit nicht mehr als 45 Quadratmetern Wohnfläche ziehen wollen. Eine Idee für Nachrodt? „Unsere Erfahrung ist, dass Nachhaltigkeit, sprich ökonomischer und ökologischer Erfolg, immer durch den Beitrag engagierter Menschen entsteht“, betont das Ingenieurbüro Gertec auf seiner Homepage, das neben Nachrodt-Wiblingwerde auch noch Schalksmühle und Herscheid mit der Aufstellung eines Klimaschutz-Konzeptes begleitet. 

„Möglicherweise ist in der einen oder anderen Sache auch eine Art interkommunale Zusammenarbeit möglich“, meint Roland Roczniok, der das erste Klima-Treffen sehr positiv bewertet: „Es waren gute Themen dabei.“ Im ersten Quartal des nächsten Jahres soll es auch ein Bürgercafé zum Klimakonzept geben. 

Acht Kommunen im KM dabei

Ähnlich wie bei der Aufstellung des Gemeindeentwicklungsplanes können sich interessierte Bürger dann an Ideen-Tischen einbringen. Insgesamt sind es acht Kommunen des Märkischen Kreises, die unter der Obhut des Kreises und der Klimaschutzbeauftragten Petra Schaller ein Klimakonzept aufstellen. In jeder Kommune gibt es eine örtliche Lenkungsgruppe, die ganz unterschiedlich besetzt ist. Nicht grundsätzlich sind allerorts Kommunalpolitiker dabei.

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