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Erste Impfbus-Aktion in Gemeinde im MK: Hier lief vieles anders als sonst

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Von: Ines Engelmann

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Warten in der warmen Lennehalle. Der Andrang hielt sich dort beim ersten Besuch des Impfbusses in der Gemeinde zu Beginn jedoch in Grenzen.
Warten in der warmen Lennehalle. Der Andrang hielt sich dort beim ersten Besuch des Impfbusses in der Gemeinde zu Beginn jedoch in Grenzen. © Ines Engelmann

Der Impfbus des Märkischen Kreises ist schon lange unterwegs. Nun machte er zum ersten Mal Halt in Nachrodt-Wiblingwerde.

Nachrodt-Wiblingwerde – Zum ersten Mal stand der Impfbus des Märkischen Kreises am Freitag endlich auch in Nachrodt. Die Gemeinde hatte darum gebeten, der Kreis ist dem nachgekommen. Im Vergleich zu anderen Impfaktionen hielt sich der Andrang jedoch in Grenzen. Ganz zur Freude der Wartenden.

Überrascht waren die Impfwilligen, die am Freitag pünktlich um 10 Uhr zur Lennehalle kamen. „Ich dachte wirklich, dass hier mehr los ist“, sagte Susanne Jakoby, die sich freute, nicht all zu lange auf ihre Booster-Impfung warten zu müssen. Für sie war der Impfzeitraum von 10 bis 13 Uhr kein Problem: „Ich wohne in Nachrodt und arbeite derzeit im Homeoffice.“ Ihr Weg war also kein weiter. „Als leitende Angestellte muss ich zudem nicht fragen, ob ich ein Impfangebot wahrnehmen kann“, sagte Jakoby.

Erste Impfbus-Aktion in Gemeinde im MK: Wenig Wartezeit und warme Füße

Eigentlich hätte sie am Samstag einen Impftermin in Hagen gehabt. Aber Jakoby entschied sich spontan, es in der Lennehalle zu versuchen: „Ich glaube, dass ich in Nachrodt deutlich weniger lange warten muss als in Hagen. Und zu unserer Freude können wir sogar in der Halle warten anstatt in der Kälte.“ Der Märkischer Kreis hat diesbezüglich angekündigt, auch künftig für wind- und wettergeschützte Wartemöglichkeiten wie Zelte zu sorgen.

Auch Jan Voß kam der geringe Andrang zu Gute: „Es ist überhaupt nicht voll und hier läuft es zügig und gesittet ab.“ Er musste ebenfalls nicht lange auf seine erste Corona-Impfung warten. Er entschied sich für den Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson. „Ich möchte nur einmal geimpft werden. Der Druck der Politik wird auf Ungeimpfte langsam zu groß“, so Voß. Auch für den Lüdenscheider spielte der Zeitraum der Impfaktion keine große Rolle. „Ich habe Urlaub und habe einfach spontan entschlossen, mich impfen zu lassen.“

Erste Impfbus-Aktion in Gemeinde im MK: Verschiedenfarbige Bändchen

Dass es an diesem Freitagvormittag nicht allzu voll war, lag womöglich auch an der Sperrung der A45 – und dem daraus resultierenden Verkehrschaos in der Doppelgemeinde. Das vermutete auch Mark Wille, Chef der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr, der in seiner Funktion als Gemeindemitarbeiter beim Impfbus im Einsatz war. „Hier merkt man, dass nicht ganz so viel los ist“, sagte er am Freitagvormittag. „Ich glaube schon, dass viele Leute den Stau scheuen und deswegen nicht kommen.“ Jakoby und Voß hatten aber Glück, sie kamen problemlos bis zur Lennehalle.

Neu ist, dass Mitarbeiter verschiedenfarbige Bändchen an die Wartenden verteilen. Damit sollen die Impfärzte schneller erkennen, welcher Impfstoff gewünscht ist. „Das machen wir, damit der Ablauf am Impfbus beschleunigt werden kann“, sagt Kreispressesprecher Alexander Bang. Dies soll auch an anderen Impf-Stationen künftig so durchgeführt werden.

Insgesamt wurden am Freitag 116 Impfungen in Nachrodt verabreicht. Davon waren laut Bange 20 Impfdosen von Biontech, 87 von Moderna und neun von Johnson & Johnson. Insgesamt gab es 20 Erstimpfungen, sieben Zweitimpfungen und 89 Auffrischungsimpfungen, die Dr. Rainer Struck und Dr. Ivana Wierich verabreicht haben. „Vor Ort konnten alle geimpft werden, die geimpft werden wollten“, sagte Bange auf Nachfrage. Lediglich zwei Personen, die über 30 Jahre alt waren und auf den Biontech-Impfstoff bestanden, mussten ohne Pieks wieder gehen.

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