Neues Kapitel der Schulgeschichte

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Zum Start der neuen Schulform ließ jeder Fünftklässler einen Luftballon steigen. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Um 16.50 Uhr begann am Mittwoch im Holensiepen für 84 Mädchen und Jungen der erste Schultag in der neuen Sekundarschule. Und für Altena und die Doppelgemeinde begann eine neue Ära der Schulgeschichte.

Dementsprechend groß war die Aufmerksamkeit – und die Gästeliste lang. Im Foyer der Schule gab es keinen freien Platz mehr. Vertreter der beiden Schulträgerkommunen, der Politik und Verwaltung, der Kirchen sowie selbstverständlich Eltern und Geschwister der frisch gebackenen Sekundarschüler nahmen an der Eröffnungsveranstaltung der Schule teil, die gleichzeitig eine Einschulungsfeier war. Eine einmalige Konstellation also. Seltenheitswert hat zudem die Tatsache, dass zwei Kommunen gemeinsam als Schulträger antreten. Zwar haben im Regierungsbezirk Arnsberg gestern insgesamt 14 Sekundarschulen den Betrieb aufgenommen, doch nur zwei davon sind interkommunale Einrichtungen.

Hauptredner der Eröffnungsveranstaltung waren Schulleiterin Anne Rohde und für die Bezirksregierung Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. Anne Rohde unterstrich, dass sich die Gemeinde trotz bestehender finanzieller Engpässe sehr für die Schule ins Zeug gelegt und für eine gute Ausstattung gesorgt hat.

Ohne ungezählte Helfer und deren Arbeitseinsatz sei der Aufbau der Schule nicht möglich gewesen, so Rohde weiter. Ausdrücklich nannte sie die Familien Klimke, Edelhoff, Heiermann, Heppmann, Jeromin und Weustermann sowie den Förderverein, vergaß aber auch den Hausmeister Wilhelm Mestekämper und Schulsekretärin Gabriela Ochmann nicht.

Der Regierungspräsident wies in seinem Grußwort darauf hin, dass an diesem Tag überall in NRW die Schule wieder aufgenommen werde, aber nur an wenigen Orten ein echter Neustart erfolge: „Sie alle werden Zeugen eines neuen Kapitels in der Schulgeschichte.“

Besonders bemerkenswert sei es, dass im Falle der hiesigen Sekundarschule zwei Gemeinden gemeinsam diesen Schritt gegangen seien. „Das ist richtungsweisend“, lobte Bollermann. Dadurch, dass es zwei Schulstandorte geben werde, seien zwar besondere Anstrengungen erforderlich, es gebe aber auch eindeutige Vorteile. Bollermann nannte hier konkret einen „geschützen Raum“ für die Klassen 5 und 6. Andererseits würden die Klassen 7 bis 10 am Standort Altena von der Nähe zu den mittelständischen Betrieben profitieren. ▪ Von Thomas Keim

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