Die Maus beim Gottesdienst

Die Maus half am Montag beim Erntedank-Gottesdienst den beiden Pfarrern Wolfgang Kube und Armin Rogge.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Beim Erntedankfest geht es darum, zu danken. Gott, Freunden und allen anderen“, sagten die Pfarrer Wolfgang Kube und Armin Rogge beim ökumenischen Gottesdienst zum Erntedank am Montag, 3. Oktober, auf dem Hof Tacke am Hallenscheid. Sie sprachen von der Wegwerfgesellschaft und betonten, dass heutzutage immer alles „up to date“ sein müsse. „Normales, Gewöhnliches das reicht uns nicht mehr. Es muss immer ganz toll und neu sein“, sagte Pastor Kube.

Das zeigten sie am Beispiel eines Apfels. Wenn der „nicht mehr schön glänzt, oder vielleicht schon eine Macke hat“, wolle ihn niemand mehr essen. Er werde dann weggeworfen.

Unterstützung holten sich die beiden Geistlichen von der Maus aus der Sendung mit der Maus. Die Handpuppe mahnte, dass die Dinge, welche die Menschen wegwerfen, für sie noch gut und wichtig wären.

Das Beispiel des Apfels zog sich weiter durch den festlichen Gottesdienst. Die Maus erklärte, dass auch so etwas vermeintlich Unwichtiges wie der Kern eines Apfels in Zukunft noch von großer Bedeutung sein könne. Aus diesem kleinen Kern könne schließlich etwas Großes, Wunderbares entstehen – ein Apfelbaum, der uns in Zukunft mit Äpfeln versorgt.

Nicht nur die Art des Gottesdienstes mit Hilfe der Handpuppe, auch der Ort war etwas besonderes. Die Gäste saßen auf Bierbänken in einer Scheune auf Hof Tacke. Auf Heuballen waren verschiedene Obstsorten, Gemüse, Blumen und Brot arrangiert. Zum Ende des Gottesdienstes fand sich spontan noch eine kleine Gruppe zusammen, die Rod Stewarts Hit „I am sailing“ spielte und die anderen ermunterte, mitzusingen oder zu summen.

Pünktlich zum Schluss des Gottesdienstes riss der Himmel auf und ein paar Sonnenstrahlen wärmten die Besucher. Hinter der Scheune hatten die Veranstalter einen Grill aufgebaut. Bei Bratwurst, Schmalzbrot und Bier unterhielten sich die Besucher in lockerer Atmosphäre und stärkten sich, bevor es zu Fuß wieder zurück nach Hause gehen sollte. Viele der Anwesenden waren nämlich zu Fuß zum Hof gekommen. Sie hatten sich am Vormittag getroffen, um gemeinsam zum Gottesdienst zu wandern. ff

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